Sport : In jeder Hinsicht überlegen

Der gestrige Gegner des EHC Eisbären aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) präsentierte sich seinem Namen entsprechend nicht gerade ängstlich bei seinem Auftritt im Sportforum Hohenschönhausen. Doch alle Aggressivität nutzte den Augsburger Panthern nichts, denn die Berliner zeigten sich vor 3300 Zuschauern von ihrer besten Seite und gewannen mit 6:2 (2:0, 3:0, 1:2). Selten gingen die Eisbären in dieser Saison von Beginn an so konzentriert zur Sache wie gegen die Überraschungsmannschaft der ersten Spieltage. Selbst ein fast zweiminütiges 3:5-Unterzahlspiel in der Anfangsphase überstanden die Berliner schadlos. Vor dem Augsburger Tor sollte es dagegen nach zehn Minuten brisanter zugehen: Binnen 74 Sekunden sorgten Dan Laperriere und Ed Patterson mit ihren Treffern dafür, dass es 2:0 für die Eisbären stand.

Spätestens nachdem Kapitän Marc Fortier ein sehenswertes Zuspiel von David Roberts zum dritten Tor hatte nützen können, zeichnete sich ab, wer das Eis als Sieger verlassen sollte. Statistische Vorteile waren für die Schwaben selbst in anderer Hinsicht nicht zu holen: Nach einen Boxkampf zwischen Keith Aldridge und Rob Guillet wurde aus einem hochklassigen Spiel eine zerfahrene Angelegenheit. Bereits im ersten Abschnitt waren sich beide Spieler näher gekommen, Aldridge musste dafür deftig büßen. Der Eisbär wurde mit einer Matchstrafe belegt wurde, Guillet kam mit einer Spieldauerstrafe davon. Die Eisbären ließen sich aber davon und auch von der zunehmenden Härte der Panther nicht aus dem Konzept bringen. Patterson traf zum 4:0, Fortier zum 5:0.

Christopher Oravec erzielte danach noch zwei Tore für die Augsburger, bei denen Dandenault mit einem rüden Stockschlag noch für den negativen Höhepunkt des Spiels sorgte und dafür eine Spieldauerstrafe bekam. Die Eisbären störte es kaum, Patterson traf zum 6:2-Endstand und damit konnten die Eisbären erstmals seit dem 30. September - da gewann der EHC 4:1 in Nürnberg - wieder einen Gegner bezwingen, der in der Tabelle vor ihnen rangiert.

Wiedergutmachung bei den Capitals

Bei den Berlin Capitals wollte Trainer Gunnar Leidborg von seinem Team gegen die Revier Löwen Oberhausen eine Reaktion auf die enttäuschende 3:6-Niederlage zwei Tage zuvor gegen die Iserlohn Roosters sehen. Die Wiedergutmachung der Berliner vor der mageren Kulisse von 1900 Zuschauern gelang. Die Capitals siegten mit 4:3 (2:1, 1:1, 0:1, 1:0) nach Penaltyschießen. Den entscheidenden Penalty versenkte Jewgeni Dawidow. Der Erfolg gegen den Tabellenneunten gelang vor allem dank eines starken Keepers Andrej Mezin und zweier Treffer in Überzahl. In der 10. Minute, als Lasse Kopitz bei den Gästen für Keeper Sinuhe Wallinheimo eine Zweiminutenstrafe absaß, nutzte Yvon Corriveau das erste Powerplay schon nach elf Sekunden zur 1:0-Führung und erzielte seinen zwölften Saisontreffer. Ebenfalls bei numerischer Überlegenheit lupfte Fredrik Öberg in der 24. Minute zum 3:1 ein, nachdem zuvor Petri Kujala (15.) für die Hausherren und Kopitz (20.) für Oberhausen getroffen hatten. Auch der zweite Treffer der Oberhausener durch Cormier (40.) fiel unmittelbar vor dem Pausenpfiff und baute sie wieder auf. John Craighead sorgte in der 58. Minute zum dritten Mal für den Ausgleich.

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