Sport : In Sachen Internationalität

Der FC Schalke 04 steht nach dem 2:0 in Pasching fast sicher im Uefa-Cup – Wolfsburg muss noch zittern

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Linz (Tsp). Als die Anspannung vorbei war, kam die Aufregung. Die Mannschaft des FC Schalke 04 hatte am Dienstagabend im Finalhinspiel des UICups 2:0 beim SV Pasching gewonnen, doch nach Hause konnten die Fußballprofis nicht fliegen. Sie mussten auf dem Flughafen von Linz auf ihren Kollegen Gerald Asamoah warten, der zur Dopingkontrolle gebeten worden war, dort aber untätig und hilflos auf einer Toilette herumsaß. Als Asamoah dann als Letzter das Flugzeug der „Lauda Air“ erreichte, war fast eine Stunde vergangen.

Das Hinspiel des UI-Cup-Finales gegen Pasching war wesentlich entspannter für den Bundesligisten. Hamit Altintop und Victor Agali schossen die Tore für die Schalker, die sich nun am 26. August (20.30 Uhr) im Rückspiel in der Arena auf Schalke sogar eine knappe Niederlage leisten dürfen, um in den Uefa-Cup einzuziehen. „Mit einem Bein haben wir es geschafft, das zweite wollen wir jetzt nachziehen“, sagte Trainer Jupp Heynckes. Manager Rudi Assauer wollte trotz der guten Leistung keinen Frieden schließen mit den Spielern, die in der vergangenen Saison mit dem Erreichen des siebten Platzes „so viel kaputt“ gemacht haben. „Eine Versöhnung gibt es nicht. Wenn man sich die Suppe eingebrockt hat, muss man sie auch wieder auslöffeln.“ Wirtschaftlich hat sich die Teilnahme am UI-Cup für die Schalker zumindest gelohnt. Eineinhalb Millionen Euro dürfte der Klub eingenommen haben, „bei uns bleibt ja wegen der Zuschauerzahlen einiges hängen“, sagte Geschäftsführer Peter Peters. Zum Rückspiel werden mehr als 50 000 Zuschauer auf Schalke erwartet. Ob das Spiel im Fernsehen übertragen wird, entscheidet sich in der kommenden Woche.

Röber: Wir haben Lehrgeld bezahlt

So beruhigt wie die Schalker kann der VfL Wolfsburg nicht in das Rückspiel am 26. August gehen. Das Hinspiel hat die Mannschaft von Trainer Jürgen Röber 0:1 beim AC Perugia verloren und war mit dem Ergebnis sogar noch gut bedient. „Wir haben in Perugia Lehrgeld in Sachen Internationalität zahlen müssen“, sagte Röber. „Aber dort haben auch schon Juventus Turin und AC Mailand verloren.“ Kapitän Stefan Schnoor kündigte den Italienern schon mal den Kampf an: „Perugia kann sich bei uns auf etwas gefasst machen. Wir werden richtiges Theater veranstalten.“ Die Wut entlud sich am Schiedsrichter, „der hat uns zwei Elfmeter verweigert“, sagte Manager Peter Pander. Außerdem habe er Wolfsburgs Spielmacher Andres D’Alessandro nicht ausreichend geschützt, „der hat ständig auf die Socken bekommen“, sagte Röber.

Finanziell hat sich der UI-Cup für den VfL nicht gelohnt, und auch die Teilnahme am Uefa-Cup würde erst ab der dritten Runde Geld bringen, sagte Manager Pander. Immerhin: Das Rückspiel konnte der VfL an N3 verkaufen. Der Verein musste dafür die Anfangszeit 21 Uhr akzeptieren.

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