• In Schumachers Schatten bestehen WM-Lauf auf dem Sachsenring mit Jenkner und Waldmann

Sport : In Schumachers Schatten bestehen WM-Lauf auf dem Sachsenring mit Jenkner und Waldmann

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Hohenstein-Ernstthal (dpa). Steve Jenkner hat sich eine gute Ausgangsposition für den Motorrad-Grand-Prix von Deutschland am Sonntag auf dem Sachsenring gesichert. Im ersten Zeittraining der 125-ccm-Klasse kam der Aprilia-Pilot aus Hohenstein-Ernstthal am Freitag hinter Weltmeister Manuel Poggiali (San Marino/Gilera) und dem Franzosen Arnaud Vincent (Aprilia) mit einer halben Sekunde Rückstand auf Rang drei. In der Viertelliter-Kategorie belegte der Ennepetaler Ralf Waldmann auf Aprilia den vorläufig elften Startplatz.

Jenkner gehörte von Beginn des Freien Trainings an zu den Spitzenleuten im Feld. Eine noch bessere Zeit vergab er kurz vor dem Ende der Qualifikation, als er nicht an einer langsamer fahrenden Gruppe vorbei kam. „Mit der Platzierung bin ich zufrieden. Es gibt aber noch viel Arbeit. Ich denke, dass es hier noch schneller geht als heute. Poggiali ist zu schlagen. Ich habe Videos studiert und Chancen erkannt, wie man ihn überholen kann“, sagte der Lokalmatador.

Waldmann konnte sich bis zur Hälfte der Qualifikation sogar im Vorderfeld halten und hatte die erste Startreihe in Blickweite. Dann aber drehten die jungen Fahrer auf und der Senior hatte gegen seine Aprilia-Markenkollegen Alfonso Nieto (Spanien), Marco Melandri (Italien) und Sebastian Porto (Argentinien) auch auf Grund seines enormen Trainingsrückstandes nichts mehr entgegen zu setzen. Immerhin reichte es, um bester Deutscher zu werden.

Eine Überraschung gab es in der bis 990 ccm offenen MotoGP-Klasse. Jeremy Mc Williams (Großbritannien) schaffte auf der Dreizylinder- Proton die Pole Position. Er distanzierte den Franzosen Olivier Jacque (Yamaha) und WM-Spitzenreiter Valentino Rossi (Italien/Honda) deutlich. Alexander Hofmann (Bochum/Honda) kam nur auf Rang 20.

Zumindest in Ostdeutschland wird die Motorrad-WM am Wochenende im Schatten von Michael Schumachers Titeljagd in der Formel 1 bestehen können. Mindestens 150 000 Zuschauer werden beim Großen Preis von Deutschland auf dem Sachsenring dabei sein, und sie erwartet in vielerlei Hinsicht ein besonderes Rennwochenende. Der Sachsenring feiert mit vielen Aktionen seinen 75. Geburtstag. Vor allem Jenkner, der nur wenige hundert Meter von der Strecke entfernt aufgewachsen ist, steht dabei im Blickpunkt. „Es ist ein großes Erlebnis auf der Heimstrecke vor so vielen Fans zu fahren, aber ich bin schon froh, dass Waldmann wieder dabei ist und sich den Rummel mit mir teilt“, sagte Jenkner.

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