Sport : In Unterzahl an die Spitze

Die Eisbären sind nach dem 6:4 in Iserlohn Tabellenführer in der Deutschen Eishockey-Liga

Michael Topp

Iserlohn. Die Iserlohn Roosters haben in dieser Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) schon viele Gegner überrascht. Kaum einer hatte dem Klub aus dem Sauerland etwas zugetraut, da ist es erstaunlich, dass sich Iserlohn in oberen Regionen bewegt. Freilich, gestern herrschte in der Eishalle am Seilersee keine Feierstimmung. Der Besuch aus Berlin verstand keinen Spaß, die Eisbären gewannen 6:4 (3:1, 2:1, 1:2) und schafften den Sprung zurück an die Tabellenspitze.

Es war kein glanzvolles Spiel, dafür aber ein kurioses. Tore fielen zunächst nur, wenn ein Team in nummerischer Überzahl agieren durfte. Nicht, weil ein besonders gutes Powerplay gespielt wurde. Im Gegenteil. Es gab drei Unterzahltore in Folge: Schon nach drei Minuten traf Sven Felski für die Eisbären, wenig später fiel der Ausgleich, dann gingen die Berliner durch Rob Shearer wieder in Führung. Fast wäre Felski nach dem 2:1 sogar noch zu einem Tor gekommen, er scheiterte aber am Iserlohner Torhüter Waite – natürlich als die Berliner in Unterzahl agierten. Dann aber klappte es auch einmal in die richtige Richtung. David Roberts schloss ein Überzahlspiel der Eisbären zum 3:1 ab.

Im Mittelabschnitt benahm sich dann Mark Beaufait daneben. Nach einem rüden Foul musste der Eisbären-Stürmer mit einer Spieldauerstrafe in die Kabine. Beaufait somit am Freitag gegen Augsburg gesperrt.

Erst kurz vor der zweiten Sirene wurde den Zuschauern wieder etwas Erfreulicheres geboten. Iserlohn gelang der Anschlusstreffer. In der Schlussminute sorgten Steve Walker und Felski mit zwei Toren innerhalb von nur zehn Sekunden für klare Verhältnisse. Iserlohn kam zwar im Schlussabschnitt zu zwei Toren, dem überragenden Felski gelang dafür aber noch sein dritter Treffer. Felskis Mitspieler hatten ihren Gefallen daran: Da Köln gegen Kassel patzte, rutschten die Berliner wieder auf den ersten Tabellenplatz.

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