Sport : In Verbindung bleiben

Armin Lehmann

erklärt, welche Aufgabe der Sport jetzt hat In diesen Tagen nach der Flutkatastrophe ist eines ganz besonders unwichtig: Sport. Aber das wird sich ändern. Und deshalb ist es gar nicht pietätlos, jetzt an die Möglichkeiten nachhaltiger Hilfe durch Sport zu erinnern. Als in Afghanistan das Taliban-Regime gestürzt und der Krieg zu Ende war, gehörte das erste Fußballspiel im alten Nationalstadion, wo zuvor noch Frauen gefoltert und hingerichtet worden waren, zu den glücklichsten Momenten für viele Afghanen. Danach war es deutsche Entwicklungshilfe, die Fußballtrainern die Möglichkeit gab, in Afghanistan mit Jugendlichen zu arbeiten, die Familien und Angehörige im Krieg verloren hatten.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist kürzlich auch deshalb so herzlich in Iran begrüßt worden, weil Jürgen Klinsmann, lange bevor er Bundestrainer wurde, nach der Erdbebenkatastrophe von Bam mit seinem prominenten Gesicht geholfen hat. Und vor allem mit seinem Kinderprojekt.

Irgendwann, wenn die größte Not im aktuellen Krisengebiet gelindert sein wird, werden dort andere Projekte hilfreich sein: Vielleicht ein Waisenhaus, vom FC Bayern München erbaut, oder eine Schule, womöglich vom Deutschen Fußball-Bund finanziert. Und jedes Benefizspiel, jeder Auftritt eines prominenten Sportlers, wird für viele Menschen eine kurze Flucht aus dem Alltag bedeuten – Abwechslung, Freude, Verbindung zu anderen Menschen.

Das ist Aufgabe des Sports.

0 Kommentare

Neuester Kommentar