Sport : In Wehen muss der zweite Manager gehen

Frankfurt am Main - Mit der sofortigen Trennung von Djuradj Vasic hat der Zweitligaaufsteiger SV Wehen Wiesbaden auf verbale Ausraster des Teamchefs reagiert und die seit Wochen schwelenden internen Querelen beendet. Nur zehn Tage nach dem Rauswurf von Manager Bruno Hübner wurde auch der Sportliche Leiter und Interimsmanager Vasic bei den Hessen entlassen.

„Der Vorgang ist nicht schön, aber er war nötig. Es gab große Diskrepanzen. Djuradj Vasic hat Spieler und Trainer in einer Art und Weise diskreditiert, die inakzeptabel war“, sagte Wehens kommissarischer Vizepräsident Markus Hankammer. Vasic war erst zum 1. Juli 2007 als Cheftrainer verpflichtet worden, weil Trainer Christian Hock die nötige Fußballlehrer-Lizenz fehlt. Kotrainer Steffen Vogler absolviert aber derzeit den nötigen Lehrgang in Köln. Nach der Trennung von Manager Hübner hatte der im Vorjahr beim Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig gescheiterte Vasic zusätzlich dessen Aufgabenbereich übernommen und dadurch noch mehr Machtfülle erlangt. Damit war Vasic nach Ansicht des Präsidiums jedoch überfordert. „Er hat seine Aufgaben nicht so erfüllt, wie wir das erwartet haben“, sagte Hankammer.

Auslöser für die Entscheidung des Präsidiums waren offenbar verbale Attacken Vasics gegen Spieler und Trainer im Anschluss an das 1:1 gegen den VfL Osnabrück. Hock lehnte dazu jeglichen Kommentar ab. Auch Hankammer wollte Details nicht öffentlich machen. Der Vizepräsident hatte die Mannschaft über die Trennung von Vasic persönlich informiert und eine positive Reaktion erfahren. „Das Team ist froh, dass eine Entscheidung gefallen ist“, verkündete Hankammer. Die Managementaufgaben sollen bis zur Verpflichtung eines neuen Managers im Verein verteilt werden. dpa

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