Sport : Indizien gegen Schiedsrichter Marks

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Berlin Im Zuge der Ermittlungen zum Fußball-Wettskandal hat sich der Verdacht gegen Schiedsrichter Dominik Marks (Stendal) erhärtet. Laut „Focus“ kaufte Marks am 11. Dezember 2004 in Berlin einen VW Touran. Den Preis von 23 500 Euro zahlte er in 500-Euro-Scheinen. Aus der Überprüfung der finanziellen Verhältnisse von Marks zogen die Ermittler den Schluss, dass der Betrag „nicht aus offiziellen Quellen“ stammen könne. Sie vermuten, dass es sich um Geld der kroatischen Brüder S. handelt, die das Wettlokal „Café King“ betrieben. Dasselbe trifft auf die 7000 Euro zu, die Marks am 27. August 2004 auf sein Girokonto einzahlte.

Aus Telefonrechnungen gehe zudem hervor, dass Marks entgegen seiner Beteuerungen Kontakt zum mutmaßlichen Drahtzieher des Betrugs hatte. Demnach hat er zwischen November 2004 und Januar 2005 21 Mal mit Ante S. telefoniert – allein vier Mal am 3. Dezember, als Marks das Zweitligaspiel Karlsruhe gegen Duisburg leitete. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie Absprachen zur Manipulation des Spiels trafen. Marks soll dafür 30 000 Euro kassiert haben. Acht Tage später kaufte er das Auto. dpa

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