Sport : Ingeborg Marx: Erdbeereis und Powerlifting

Wir wissen nicht, was genau in der Erziehung der Belgierin Ingeborg Marx falsch gelaufen ist. Aber es könnte so gewesen sein, dass sie sich beim Kindergeburtstag die Schokoladentorte, den Käsekuchen und das Erdbeereis auf den Teller lud, an allem ein bisschen naschte, und dann feststellte, dass ihr schlecht wird. Den Satz, dass die Augen wieder größer als der Mund waren, dürfte Ingeborg Marx für die Beschreibung eines Gemäldes von Pablo Picasso halten. Von ihren Eltern hat sie diesen Spruch jedenfalls nicht gehört. Deshalb fuhr sie auch zur Bahnrad-Weltmeisterschaft nach Antwerpen.

Man muss dazu sagen, dass die Belgierin Ingeborg Marx Gewichtheberin ist. Das heißt, sie war es bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney. Später brachte sie so viel Gewicht beim Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben zur Strecke, dass sie den Weltmeistertitel im Powerlifting verliehen bekam. Auch nicht unerwähnt soll bleiben, dass Ingeborg Marx parallel zum Kraftsport eine Karriere als Stabhochspringerin startete, von der jedoch noch keine Ergebnisse bekannt sind. Ganz anders beim Bahnradfahren. 18,612 Sekunden benötigte Ingeborg Marx im Sprint-Wettbewerb der Weltmeisterschaft, und das war gar nicht so gut. Es war sogar richtig schlecht, denn alle anderen Fahrerinnen kamen sechs Sekunden früher ins Ziel. "Ich dachte, ich hätte noch eine Runde Zeit zum Einrollen", entschuldigte sich die sportive Dame. Angeblich kam sie mit den Regeln ihrer vielen Sportarten durcheinander. Und deshalb kann Ingeborg Marx auch als warnendes Beispiel für andere Sporttreibende dienen: Die Muskeln sollten nicht größer sein als der Kopf.

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