Interview : Drobny: "Der Kampfgeist spricht für uns"

Herthas Torwart Jaroslav Drobny über das Erfolgsgeheimnis seines Teams , seine Rolle und die Ziele der Berliner nach dem Sieg gegen die Bayern.

Sven Goldmann
Fußball - Hertha BSC Berlin - FC Bayern München 2:1
Lass dich drücken. Jaroslav Drobny und Arne Friedrich feiern den Sieg gegen die Bayern.Foto: dpa

Herr Drobny, am Mittwoch haben Sie in Casablanca bei Ihrem Länderspiel für Tschechien kein Gegentor kassiert, am Samstag mit Hertha BSC den FC Bayern besiegt. Einige Experten behaupten, dass Herthas erster Tabellenplatz vor allem an Ihren Leistungen liegt.



Das freut mich, aber es stimmt nicht. Ich bin auch nur einer von elf Spielern auf dem Platz. Wenn die anderen zehn nicht funktionieren, kann der Torwart machen, was er will, es wird nicht reichen.

So viel Bescheidenheit irritiert. Ist das Herthas Erfolgsgeheimnis in dieser Saison?


Wir haben eine fantastische Stimmung in der Kabine. Die elf Leute, die auf dem Platz stehen, geben immer alles.

Haben die Bayern das nicht getan?


Es steht mir nicht zu, über die Bayern zu reden. Was ich von außen sagen kann ist, dass die Bayern mit Sicherheit die besseren Einzelspieler haben.

Also hat die bessere Mannschaft über die besseren Individualisten gesiegt?

Waren wir die bessere Mannschaft? Die Bayern haben viel Druck gemacht und hatten die besseren Torchancen. Aber das Spiel ist einfach sehr gut für uns gelaufen. Wir haben unsere Möglichkeiten optimal ausgenutzt. Und wir haben sehr hart für diesen Erfolg gearbeitet. Es ist der Kampfgeist, der für uns als Mannschaft spricht.

Ist das der Unterschied zur vergangenen Saison, die auf Platz zehn endete?

Solche Vergleiche bringen doch nichts. Ich blicke nie zurück. Auch das Spiel gegen Bayern ist bereits Vergangenheit. Wir können uns darüber freuen, aber dann ist es auch gut. Wir dürfen unser Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Die deutsche Meisterschaft?


Nein, einen Platz im Uefa-Cup. Dafür sind wir angetreten, dafür arbeiten wir.

Der Trainer hat Sie im Trainingslager darauf eingeschworen, sieben Punkte aus den ersten vier Spielen der Rückrunde zu holen. Jetzt sind drei Spiele vorbei ...

... und wir haben diese sieben Punkte schon. Was wollen Sie jetzt von mir hören? Dass wir nächsten Samstag nach Wolfsburg fahren, um zu verlieren?

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