Interview : "Leider haben wir nicht genug Tore gemacht"

Fünf Fragen an den deutschen Stürmer Marcel Goc, der in der NHL für Nashville spielt und gegen Weißrussland ein Tor, das 3:3, schoss.

Goc
Marcel Goc -Foto: AFP

Herr Goc, was sagen Sie zu dem 3:5 gegen Weißrussland?



Es war schade, wir haben alle sehr gut gespielt. Wir waren in jedem Drittel die bessere Mannschaft, wir hatten Chancen, mehr Torschüsse. Die Weißrussen haben aus ihren wenigen Chancen viel gemacht. Wir haben zu viele gebraucht. Und nach dem Ausgleich haben wir vielleicht ein bisschen zu sehr aufgemacht, das war blöd.

Überhaupt wurden sie einige Male ausgekontert…

Das war das Spiel, das sie wollten, wir wussten das. Sie suchen den Zweikampf eins gegen eins und wollen so ihre Tore schießen. Wir haben sie die meiste Zeit gut in Schach gehalten, ein paar Mal ist es aber daneben gegangen und das haben sie kalt ausgenutzt. Leider.

Wie fällt ihr Fazit nach den drei olympischen Gruppenspielen aus?

Von der Leistung her war nur das 0:5 gegen Finnland schlecht. Gegen die Schweden waren wir ganz gut und gegen Weißrussland haben wir sehr gut gespielt. Leider haben wir nicht genug Tore gemacht. Die Weißrussen spielen alle in der russischen Liga, die sind abgebrüht und eingespielt. Aber ich denke, wenn wir so weitermachen, wenn wir weiterarbeiten, dann machen wir Schritte nach vorn.

Sie und ihre NHL-Kollegen aus dem ersten Block bekamen hier in den Gruppenspielen extrem viel Eiszeit. Ist das nicht ein bisschen zu viel?

Es ist anstrengend, keine Frage. Aber es ist natürlich, dass am meisten die Reihe spielt, die den größten Druck aufbauen kann. Leider ist es trotzdem in die Hose gegangen.

Ein Qualifikationsspiel ums Viertelfinale bleibt ihnen aufgrund des neuen Modus noch. Was ist möglich?

Vielleicht wird das ja unser Spiel, Wir haben zwei Tage Zeit, uns zu erholen und freuen uns. Es ist toll hier zu spielen, weil es in Kanada ist. Es ist anders als vor vier Jahren in Turin, die Stimmung ist viel besser. Die Leute sind absolut verrückt nach Eishockey.

Das Interview führte Christiane Mitatselis.

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