Interview mit Timo Rost : "Es gibt sicher Fans, die das verteufeln"

Der ehemalige Energie-Kicker Timo Rost über seinen Vertrag mit Red Bull Leipzig.

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Timo Rost, 31, langjähriger Kapitän in Cottbus, wechselt in die fünfte Liga. Foto: p-a/dpadpa

Herr Rost, Sie sind 31 Jahre alt und haben große Erfahrung im Profifußball. Was hat Sie nun dazu bewegt, freiwillig von Energie Cottbus in die fünfte Liga zu RB Leipzig zu wechseln?



Mich hat das Konzept einfach überzeugt. Die Region sehnt sich nach Profifußball. Hier ist so viel Potenzial. Alles was mir berichtet wurde, klang einhundertprozentig überzeugend. Wir wollen etwas aufbauen und dabei will ich unbedingt mithelfen.

Womit hat man Sie gelockt?

Wir hatten intensivste Gespräche in Salzburg, Leipzig und Dresden. Die Verantwortlichen haben mir die Pläne und Ziele des Vereins detailliert erklärt, die Argumente klangen überzeugend.

Ihr Vertrag läuft über dreieinhalb Jahre, danach können Sie weiter im Verein tätig sein. Was haben Sie vor?

Eine Menge. Wenn man im Vergleich sieht, was wir in Cottbus mit so bescheidenen Mittel erreicht haben oder wo jetzt RB Salzburg steht, kann hier alles möglich sein. Wirtschaftlich und auch sportlich sehe ich uns mit diesem Potenzial mittelfristig ganz weit vorne.

Wie groß war der finanzielle Anreiz für den Wechsel?

Nun, ich habe ja auch Angebote von namhaften Zweitligavereinen bekommen, aber mich für Leipzig entschieden. Für das, was ich hier leiste, verdiene ich gut. Mein Gehalt kann sich mit anderen Profiverträgen messen.

Leipzig hat viele bekannte Profis geholt, etwa Nico Frommer. Was für ein Verhältnis haben Sie zu den anderen?

Noch kenne ich nicht alle so gut. Ich bin jetzt seit drei Tagen hier und muss erst mal Spieler und Trainer näher kennenlernen. Bisher ist hier das Verhältnis zu allen sehr gut.

Derzeit liegt Leipzig an der Tabellenspitze der Oberliga Nordost-Süd. Könnten Sie sich einen Durchmarsch durch die Ligen vorstellen?

Warum nicht? Wir sind sehr gut besetzt und können viel erreichen. Außerdem haben wir die Rückendeckung von vielen Fans. Das wird uns nach vorne treiben.

Fürchten Sie den Zorn von Leipziger Fußballfans, weil Red Bull Ihrem Verein so viel Geld gibt?

Es gibt bestimmt Fans, die das verteufeln, aber das tangiert mich nicht wirklich. Ich vertraue auf das, was wir vorhaben und früher oder später werden die Fans das verstehen und voll hinter uns stehen.

Das Gespräch führte Alexander Lorang.

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