• Interview mit Venus und Serena Williams: „Diesmal gibt’s keine Preiselbeersauce“

Interview mit Venus und Serena Williams : „Diesmal gibt’s keine Preiselbeersauce“

Die Williams-Schwestern über ihre gemeinsamen Wimbledon-Finals im Einzel und Doppel, Geld und Süßigkeiten.

TENNIS-GBR-WIMBLEDON Foto: AFP
Unschlagbare Familie. Serena Williams (l.) und ihre Schwester Venus feiern ihren Wimbledon-Sieg im Doppel.Foto: AFP

Serena, Sie haben erst das Einzelfinale in Wimbledon gegen Ihre Schwester Venus gewonnen und kurz danach das Doppelfinale mit ihr. Bedeutet Ihnen das noch mehr?

SERENA: Ja, ich kann jetzt mit zwei Titeln nach Hause fahren. Und es gibt nichts Besseres, als einen Titel mit seiner Schwester zu gewinnen.

VENUS: Definitiv.

Ist das eine Art Trost für Sie nach dem verlorenen Einzel, Venus?

VENUS: Es sind schon zwei Wettbewerbe. Ich wollte unbedingt das Einzel gewinnen. Aber einer von zwei möglichen Titeln ist auch nicht schlecht.

Im Rampenlicht steht meistens der Sieger der Einzelkonkurrenz.

VENUS: Das Einzel war natürlich auch unsere erste Priorität, aber das Doppel ist auch sehr wichtig für uns. Es ist immerhin ein Grand Slam.

SERENA: Ich finde es aufregend, Doppeltitel zu sammeln. Ich glaube, wir haben jetzt neun in den Grand Slams, von den anderen gar nicht zu reden.

Serena, Sie sagen von sich, Sie sind auf und neben dem Platz eigentlich zwei Personen.

SERENA: Ja, auf dem Platz bin ich sehr kämpferisch. Wenn ich nicht spiele, bin ich eher entspannt und einfach so, wie ich bin. Es macht einfach klick, wenn ich auf den Platz gehe.

Und was würde die private Serena denken, wenn sie die harte Kämpferin sehen würde?

SERENA: Es wäre sicher ziemlich seltsam, denn ich wäre ja immer noch der gleiche Mensch. Ich glaube, dass es gut ist, zwei Persönlichkeiten zu haben. So kann ich genau unterscheiden, wann ich kämpferisch sein muss und wann ganz normal.

Sie beide haben eineinhalb Millionen Pfund an Preisgeld bei diesem Turnier gewonnen. Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wie Sie das aufteilen wollen?

SERENA: Nein, wir denken nicht über Geld nach. Wir wollen nur Tennis spielen. Dass wir dafür auch noch bezahlt werden, ist nur ein Bonus.

Venus, im vergangenen Jahr haben Sie sich nach Ihrem Wimbledon-Titel im Einzel zusätzlich Preiselbeersauce gegönnt.

VENUS: Ich bin eben ein Zuckerjunkie, und Preiselbeersauce ist das süßeste, was ich essen darf.

Werden Sie nach dem Doppelsieg auch wieder ein bisschen davon naschen?

VENUS: Nein, diesmal nicht. Ich habe ja das Einzel nicht gewonnen.

Aufgezeichnet von Christian Hönicke.

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