INTERVIEW Nationalspielerin Inka Grings : „Nicht zu fassen“

Inka Grings, 32, absolvierte
Inka Grings, 32, absolvierteFoto: dapd

Frau Grings, was war mit Ihrer Mannschaft los?

In erster Linie hatten wir einen rabenschwarzen Tag. Es ist nun mal im Fußballleben so, dass du mal fünf Stunden spielen kannst und triffst das Tor nicht. Den Tag hatten wir leider. Japan war ein toller Gegner, hat verdient gewonnen. Sie haben keine Chance, machen ein Tor. Das war der Unterschied. Wir brauchen jetzt keine Analyse zu machen. Wir hätten wahrscheinlich auch vorm leeren Tor gestanden und das Ding nicht gemacht.

Waren Sie sauer über Ihre Auswechslung durch Bundestrainerin Silvia Neid?

Ich hätte gern weitergespielt und war nicht so glücklich. Aber dass sie irgendwann noch mal eine frische Kraft bringt, war ja auch verständlich.

Sie sind als erste in die Kabine gegangen. Warum wollten Sie allein sein?

Wir haben uns noch bei den Fans bedankt für die wirklich fantastische Unterstützung. Ich brauchte dann aber die Zeit für mich. Ich bin eher jemand, der mal für ein paar Minuten alleine ist, deswegen musste ich schnell flüchten.

Wie schwierig war es, dass Kim Kulig so früh verletzt ausscheiden musste?

Es war sehr überraschend, weil ich die Situation gar nicht so mitbekommen habe. Es tut mir natürlich sehr leid für sie. Wir haben versucht, für sie mitzuspielen, das ist uns leider nicht gelungen.

Wie lange braucht man, um so etwas zu verarbeiten?

Ich kann das irgendwie alles noch nicht so fassen. Meinen Urlaub habe ich eigentlich erst ab dem 20. Juli geplant, von daher muss ich mal sehen.

– Aufgezeichnet von Anke Myrrhe.

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