Interview : Wie geht's eigentlich Frank Mill?

Frank Mill erinnert sich an das Pokalfinale 1989 - und den deutlichen Sieg der Dortmunder Borussia gegen Werder Bremen.

Mill
Frank Mill -Foto: ddp

Herr Mill, wo erwischen wir Sie gerade?



Zu Hause. Ich wohne immer noch in Essen, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Gerade war ich in Ratingen, in einer meiner Fußballschulen, die ich in Deutschland betreibe.

1989 standen Sie mit Borussia Dortmund in Berlin im DFB-Pokalfinale gegen den Favoriten Werder Bremen. Der BVB gewann mit 4:1 und holte den Pokal. Was waren die Gründe für diese Sensation?

Es war eine Menge Glück im Spiel. Das Spiel stand lange auf der Kippe. Vor meinem Treffer zum 2:1 hatten die Bremer eine Riesenchance. Aber wir haben an diesem Tag einfach alles getroffen. Erst Michael Lusch aus spitzem Winkel, dann mein Kopfball, und Norbert Dickel nimmt auch noch einen aus der Luft. Da hat alles gepasst.

Sie standen mit Ihrer Art immer für die besondere Ruhrpottmentalität: immer kämpfen, nie aufgeben, malochen bis zum Umfallen. Wurde das Spiel letztendlich mit diesen Mitteln gewonnen?

Das ist richtig. Aber es fing damit an, dass da 40 000 Dortmunder im Olympiastadion standen. Wir wollten die Leute einfach nicht enttäuschen, und dadurch hatten wir diese besondere Motivation.

Norbert Dickel trifft zweimal, Sie machen das wichtige 2:1. Hat Ihr Tor das Pokalfinale entschieden?

Nein, meine Vorlagen für Dickel haben das Pokalfinale entschieden, ich habe ihm ja beide Tore aufgelegt. Norbert konnte danach nie wieder spielen. Er war schon davor lange verletzt und wurde extra für das Finale fit gespritzt. Es war sein letztes Spiel, er hat gut gespielt. Sagen wir es so: Der Norbert ist der Held von Berlin. Fertig.

Interview: Lucas Vogelsang

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