Interview : Wie geht's eigentlich Matthias Herget?

Matthias Herget ist dem Fußball treu geblieben. Er galt einst als Deutschlands Libero Nummer eins und Nachfolger Beckenbauers - und hat einen Tipp für das Derby Schalke gegen Bochum.

Herget
Matthias Herget -Foto: Zentralbild

Herr Herget, wo erwischen wir Sie gerade?



Zu Hause in Essen. Ich bin gerade zurück aus Kempen, wo ich in dieser Woche für Frank Mills Fußballschule arbeite.

Sie sind dem Fußball also treu geblieben?

Ja. Ich arbeite seit 1994 für diverse Fußballschulen. Dazu gebe ich noch Seminare für Amateurtrainer. Aber ich dränge mich nicht so in den Vordergrund, muss mich nicht immer wieder in Erinnerung rufen.

Und das, obwohl Sie mal als Nachfolger Beckenbauers galten? 

Ach, wenn ich bedenke, dass ich erst mit 27 das erste Länderspiel gemacht habe, habe ich doch eine Menge erlebt. Ich bin zufrieden, auch mit meinen 39 Länderspielen. Leider habe ich mich vor der WM in Mexiko verletzt. In dieser Zeit war ich ohne Frage Libero Nummer eins.

Sie spielten in Bochum und Schalke. Wer gewinnt am Sonntag?

Ich kicke zwar immer noch für die Schalker Traditionsmannschaft und bin gerne in der Arena, aber ich sehe dieses Derby relativ gelassen. Es ist kein Highlight mehr. Also reicht es mir, wenn es ein gutes Spiel wird. Und dazu gehören viele Tore, also 4:2 für Schalke.

Einmal Schalker, immer Schalker?

Das ist bei mir ein bisschen anders. Eine meiner besten Zeiten als Spieler hatte ich ja in Uerdingen, heute lebe ich in Essen. Deshalb bin ich nicht nur Schalker. Und ist es nicht so, dass Derbys selbst im Revier heute anders bewertet werden als früher? Die Schalker Arena ist doch eh jedes Mal ausverkauft, egal wer da kommt.

Interview: Lucas Vogelsang


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