Interview : Wie geht's eigentlich Michael Sternkopf?

Am Freitag treffen Michael Sternkopfs Ex-Vereine Bayern und Mönchengladbach aufeinander. Sternkopf erinnert sich an Historisches.

Herr Sternkopf, wo erwischen wir Sie gerade?



In meinem Büro in der Geschäftsstelle von Kickers Offenbach. Nach meiner letzten Profistation in Bielefeld wollte ich es in Offenbach in der Regionalliga noch einmal wissen, bin aber verletzungsbedingt nicht mehr auf die Beine gekommen. Da fragte man mich, ob ich auf der Geschäftsstelle arbeiten will. Ich bin hier seit sechs Jahren für das Marketing zuständig, akquiriere und betreue unsere Sponsoren.

Am Freitag treffen Ihre Ex-Vereine Bayern und Mönchengladbach aufeinander. Sie spielten fünf Jahre in München, haben aber nur einen Titel geholt. Haben Sie den denkbar ungünstigsten Zeitraum erwischt?

Ich glaube nicht, dass es überhaupt einen ungünstigen Zeitraum gibt, beim FC Bayern zu spielen. Dass ich nur einmal Deutscher Meister geworden bin, finde ich überhaupt nicht schlimm. Wenn mir das als 15-Jähriger jemand gesagt hätte, hätte ich ihn für verrückt erklärt.

Im Trikot der Borussia gelang Ihnen Historisches. Sie triumphierten 1995 zum ersten und bislang einzigen Mal in München.

Unser Trainer Bernd Krauss sagte uns vor dem Spiel, dass der Verein die Hotelkosten sparen würde, weil sowieso nichts zu holen sei. Wir trafen uns erst am Spieltag um zehn Uhr am Flughafen. Vielleicht hat er uns damit den Druck genommen. Stefan Effenberg erzielte nach 20 Minuten das 1:0. Statt uns hinten reinzustellen, haben wir weiter nach vorne gespielt und verdient gewonnen. Was gab es in den Siebzigern für Gladbacher Mannschaften – und wir haben es als bislang einzige geschafft!

Interview: Johannes Ehrmann

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