Interview : Wie geht's eigentlich Peter Endrulat?

Peter Endrulat stand in der Saison 1977/78 stand beim legendären 0:12 gegen Gladbach im Dortmunder Tor.

Endrulat
Peter Endrulat -Foto: imago

Herr Endrulat, wo erwischen wir Sie gerade?



In Haiger. Ich arbeite hier bei einem großen Hersteller für Schweißgeräte als Abteilungsleiter für den Ersatzteilbereich.

Am letzten Spieltag der Saison 1977/78 standen Sie beim legendären 0:12 gegen Gladbach im Dortmunder Tor. Es war Ihr letztes von nur sieben Bundesligaspielen.

Dieses Spiel hat mir das Genick für die Erste Liga gebrochen. Hätte es das nicht gegeben, hätte ich mehr Bundesligaspiele gemacht.

Sie sind danach zu Tennis Borussia nach Berlin gewechselt.

Mein Vertrag in Dortmund sollte vor diesem Spiel ja eigentlich verlängert werden. Auch weil ich in den Spielen davor geholfen hatte, dem Verein den Klassenerhalt zu sichern. Doch nach Gladbach musste Otto Rehhagel gehen, und zur Vertragsverlängerung kam es nie.

Rehhagel hat Ihnen in der Halbzeit beim Stand von 0:6 freigestellt, in der Kabine zu bleiben. Warum haben Sie weitergespielt?

Weil ich nie gedacht hätte, dass wir noch mal sechs Tore kriegen. Ich wollte wenigstens noch etwas glänzen. Leider klappte das nicht.

Gab es einen Punkt in der zweiten Halbzeit, an dem Sie die Handschuhe dann doch ausziehen wollten?

Nein. Ich hätte natürlich einen auf verletzt machen können, aber dafür bin ich zu sehr Sportler. Und ob ich nun beim 0:8 rausgegangen wäre oder nicht, das hätte ja auch nicht mehr viel geändert.

Interview: Lucas Vogelsang

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