Interview : Wie geht's eigentlich... Yves Eigenrauch?

Yves Eigenrauch galt während seiner Profi-Laufbahn als Fußballintellektueller - dabei hatte er nicht mal Abitur. Und für Fußball hat er sich eigentlich auch nie so richtig interessiert.

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Yves Eigenrauch. -Foto: ddp

Herr Eigenrauch, wo erwischen wir Sie gerade?

Ich bin gerade zuhause in Wanne-Eickel. Ansonsten arbeite ich in Düsseldorf für eine Firma für Sportstättenbau. Davor habe ich ein Projekt gegen Diskriminierung und Rassismus geleitet.

Am Ende Ihrer aktiven Laufbahn haben Sie auch als Kolumnist für die „taz“ gearbeitet. Nicht nur deshalb galten Sie immer als der etwas andere Fußballer. Haben Sie dieses Image bewusst gepflegt?

Nicht direkt. Meine Interessen waren eben einfach vielfältiger gestreut. Aber die Darstellung war oft auch verklärend. Da wurden immer kleine Sachen rausgepickt, so dass sich das Bild des Fußballintellektuellen verfestigt hat. Ich habe zum Beispiel auch gar kein Abitur gemacht, obwohl das immer so kolportiert wurde.
Sie haben oft betont, dass Sie Fußball eigentlich nie so richtig interessiert hat. Wieso sind Sie dennoch Profifußballer geworden?

Ich war irgendwann einfach zum richtigen Zeit am richtigen Ort. Und gewisse Qualitäten konnte ich ja auch einbringen.
Heute treffen Ihr Ex-Verein Schalke 04 und Borussia Dortmund aufeinander. Werden Sie sich das Spiel anschauen?

Glaube ich nicht. Das wird nicht übertragen und ich habe kein Pay-TV. Ins Stadion gehe ich nur, wenn ein Freund eine Karte übrig hat.

Als Spieler haben Sie fast zwei Dutzend Derbys miterlebt. War es für Sie als gebürtiger Ostwestfale etwas Besonderes, auf den BVB zu treffen?

Natürlich. Gerade weil man gesehen hat, wie die Menschen in Gelsenkirchen mitgefiebert haben, wie wichtig das für die ganze Region war. Da ist man automatisch mit einer ganz anderen Spannung ins Spiel gegangen.


Interview: Lucas Vogelsang

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