Sport : IOC hält sich aus Chinas Politik heraus

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Peking - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will sich aus den politischen Kontroversen um die Olympischen Spiele 2008 in Peking heraushalten. In einer Reaktion auf die Festnahme von vier Aktivisten bei einer Protestaktion am Mount Everest in Tibet und die Kritik an Chinas Haltung in Darfur oder an Menschenrechtsproblemen sagte der Chef der IOC-Koordinierungskommission für die Spiele, Hein Verbruggen, am Rande der Sitzung des IOC-Exekutivkomitees in Peking: „Wir wollen nicht in irgendwelche politischen Fragen verwickelt werden.“

Aus Protest dagegen, dass das olympische Feuer beim Fackellauf durch Tibet und auf den Mount Everest gebracht werden soll, hatten vier tibetische Unabhängigkeitsaktivisten am Basislager des Mount Everest protestiert. Exil-Tibeter beklagen, dass mit dem Fackellauf die „brutale Besetzung Tibets verschleiert“ und die chinesische Herrschaft über das größte Hochland der Erde anerkannt werde. Die Kommunisten hatten Tibet 1949 in Peking der Volksrepublik eingegliedert. Die Aktivisten, die US-Pässe haben, enthüllten ein Banner: „Eine Welt, ein Traum, befreit Tibet 2008.“

IOC-Präsident Jacques Rogge reagierte ausweichend auf die Menschenrechtskontroverse um China: „Wir glauben, dass die Olympischen Spiele anhaltende, positive Auswirkungen auf Chinas Gesellschaft haben werden.“ Er fügte hinzu: „Sie sind eine Kraft für das Gute.“ dpa

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