Sport : Irak ist clean

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Die FifaExekutive ist so etwas wie die Weltregierung des Fußballs. Bei ihrer Kabinettssitzung in Paris haben die hohen Herrschaften in einem unbürokratischen Akt das vollzogen, was der Politik ein paar Monate zuvor ungleich schwerer fiel. Die Genugtuung war Fifa-Präsident Blatter deutlich anzumerken, dass aus dem blauen Telefonbuch für die über 200 Mitglieder-Nationen der peinlichste Name gestrichen werden konnte: Saddam Hussein Udai. Der Präsident des irakischen Fußballverbandes hat sich mit dem Regime seines Vaters in Luft aufgelöst. Die gegenwärtige Adresse von Saddams Sohn, der Nationalspieler nach Niederlagen schon mal foltern ließ, ist nicht einmal der CIA bekannt. Aus dem Olympia-Komplex, Palestine Street, Bagdad, melden sich jedenfalls nun angenehme Stimmen. Die neue Interims-Führung um deren Chef Hussein Sahid lässt sich sportpolitisch vorzeigen; die neun Männer sind auch von den zuständigen US-Behörden als „clean" (sauber) gecheckt worden. häg

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