Iran : Ehemann verbietet Ehefrau Teilnahme an der Asienmeisterschaft

In Europa inzwischen undenkbar, im Iran traurige Tagesordnung: Irans Futsal-Nationalspielerin Nilufar Aradlan darf nicht zu den Asienmeisterschaften - ihr Mann verbietet es.

Nicht alle dürfen mitspielen. Iranische Fans bei der Fußball-WM 2014.
Nicht alle dürfen mitspielen. Iranische Fans bei der Fußball-WM 2014.Foto: Imago (Archivbild)

Ihr Ehemann hat einer iranischen Sportlerin die Ausreise zur Asienmeisterschaft im Hallenfußball verboten. Die Nationalspielerin Nilufar Ardalan sollte nächste Woche an den Asienmeisterschaften im

sogenannten Frauen-Futsal in Malaysia teilnehmen. Aber ihr Ehemann, ein Sportjournalist, habe ihr die Ausreise verboten, berichtete die Tageszeitung „7Sobh“ am Montag. 
Im Iran können verheiratete Frauen ohne die notarielle Erlaubnis ihrer Ehemänner keinen Reisepass beantragen. Auch mit Pass kann der Mann die Ausreise entweder verbieten oder den Pass konfiszieren. Laut „7Sobh“ hat der Ehemann die Ausreise verboten, weil der gemeinsame Sohn dieses Jahr in die erste Klasse kommt und seine Mutter brauche.

„Ich habe hart trainiert und wollte unbedingt mein Land bei diesen Spielen vertreten“, sagte Ardalan. Sie kritisierte das iranische Rechtssystem, das nicht einmal Nationalspielerinnen das Recht auf eine Teilnahme an internationalen Turnieren gewährt.

Die Mannschaft brauche sie, nun müsse sie ihre Mitspielerinnen in Stich lassen. „Ich wollte für den sportlichen Erfolg meines Landes zu den Spielen, nicht um mich zu amüsieren“, betonte Ardalan.. (dpa)

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