Sport : Istaf: Die Jackpot-Kandidaten

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Gail Devers (USA) hat sich ihren Anteil am Jackpot der IAAF-Golden-League bereits gesichert. Vier andere Athleten können heute beim Istaf mit ihrem fünften Sieg in der Serie von sieben Meetings noch an den 50 Kilogramm Gold partizipieren

Maurice Greene (USA, 100 m): 1997 brachte Greene sechs Jahre nach Carl Lewis den 100-m-WM-Titel zurück in die USA, 1999 holte er dem US-amerikanischen Sprint nicht nur zwei weitere WM-Einzeltitel (100 und 200 m), sondern auch den 100-m-Weltrekord zurück. Bei einem Meeting im WM-Vorfeld in Athen sprintete der Greene 9,79 Sekunden. Vater seines Erfolgs ist Star-Trainer John Smith. Nachdem sich der aus Kansas City stammende Greene bis 1996 auf 10,08 Sekunden verbessert hatte, jedoch den Durchbruch im Olympiajahr nicht geschafft hatte, schloss er sich der Trainingsgruppe von Smith in Los Angeles an. Nach seinem Wechsel schob sich Greene, 26, in die Weltspitze.

Hicham El Guerrouj (Marokko, 1500 m): Ausgerechnet beim olympischen 1500-m-Finale 1996 hatte El Guerrouj seine größte Enttäuschung erlebt, als er über das Bein seines Konkurrenten Noureddine Morceli (Algerien) stolperte. Doch danach ging es nur noch aufwärts mit dem Marokkaner. Er brach erst Morcelis vierjährige Siegserie über die 1500 m und nahm dem Algerier dann die Weltrekorde über 1500 m, die Meile und 2000 m ab. 3:26,00 Minuten war der Marokkaner 1998 über 1500 m gelaufen, 1999 rannte er über die Meile 3:43,13, und am Ende der Saison lief er beim Istaf 4:44,79 Minuten über 2000 m. Der 25-Jährige wurde 1999 in Sevilla zum zweiten Mal nach 1997 Weltmeister über 1500 m.

Trine Hattestadt (Norwegen, Speerwerfen): Schon seit 1984 zählt die heute 34-jährige Trine Hattestad zur Weltelite der Speerwerferinnen. In dieser Zeit hat sie fast alles erreicht, lediglich eine olympische Goldmedaille fehlt der populären Werferin noch in ihrer Sammlung. Auf Grund der Einführung des neuen Speers wurde sie als Jahresweltbeste 1999 dann auch als Weltrekordlerin geführt. Ihre 68,19 m aus der letzten Saison hat sie inzwischen bereits auf 69,48 m verbessert. Bereits als 12-Jährige warf die frühere Handballspielerin, die heute Mutter zweier Söhne ist und mit ihrer Familie in der Nähe von Oslo lebt, 31,04 m. Für einiges Aufsehen sorgte die Norwegerin, als sie im Wettkampf noch Speer warf, obwohl, sie bereits schon mehrere Monate schwanger war.

Tatjana Kotowa (Russland, Weitsprung): Sie ist die Überraschung des Jackpot-Rennens, denn abgesehen von einem Hallen-WM-Titel 1998 kann die 23-Jährige noch keinen internationalen Erfolg vorweisen. Bei der WM 1999 blieb sie in der Qualifikation hängen. In diesem Jahr steigerte sie sich auf 7,04 m. Sie gewann bei den ersten drei Golden-League-Meetings in Paris, Rom und Oslo sowie zuletzt in Brüssel.

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