Sport : Istaf: Vage Hoffnung auf eine WM in Berlin

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Berlin will laut Sportsenator Klaus Böger die Leichtathletik-WM 2007 oder 2009 ausrichten. Diese Hoffnungen relativierte gestern in einem Gespräch mit dem Tagesspiegel der Präsident des Weltverbandes IAAF. "Wenn sich für 2007 die Stadt eines anderen Kontinents bewirbt, dann wird die WM dorthin gehen", sagte Lamine Diack. Der Senegalese verwies auf den WM-Zuschlag 2003 an Paris und 2005 an London. Da sei naheliegend, dass die Weltsportart Leichtathletik ihren Höhepunkt nicht dreimal hintereinander in Europa abhalte. Falls aber, so Diack, "London Probleme bekäme, dann käme Berlin in Betracht". Würde es aber bis 2007 nicht klappen, dann wäre Berlin auch danach längst nicht automatisch an der Reihe. Denn Afrika hat noch nie leichtathletische Welttitelkämpfe organisiert. "2011 oder schon 2009 wäre das in Südafrika möglich", glaubt der 68-Jährige.

Zum Thema Rückblende:
Die schönsten Bilder der Leichtathletik-WM Was die Zukunft der Golden League angeht, so plädiert Diack für eine Reduzierung von sieben auf fünf Stationen. Das sei ab 2003 möglich. "Wir werden das Geschehen dieses Jahres analysieren und dann 2002 entscheiden, wer die fünf sein sollen." Dabei sei "natürlich die Qualität" der diesjährigen Meetings wichtig. Ob es zu einer Regelung mit Auf- und Abstieg kommen wird, wie es sich der IAAF-Vizepräsident für Marketing, Helmut Digel, vorstellt, ist noch offen. Die Meetingdirektoren Sven-Arne Hansen (Oslo) und Hans-Jörg Wirz (Zürich) sowie Istaf-Aufsichtsrat Klaus Henk äußerten Bedenken: "Weil die Ergebnisse von Wind und Wetter oder Startabsagen zu sehr beeinflusst werden. Außerdem sollte man Traditionen nicht außer Acht lassen." Bevor Änderungen in der Golden League beschlossen werden, so Diack, müssten ohnehin die Kernfragen Hauptsponsor und Fernsehpartner gelöst sein.

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