• Italien-Aus im Live-Blog zur WM 2014: Uruguay feiert Luis Suarez: "Es geht um die WM, nicht um die Moral"

Italien-Aus im Live-Blog zur WM 2014 : Uruguay feiert Luis Suarez: "Es geht um die WM, nicht um die Moral"

WM-Tag 13 liefert einen weiteren Riesenaufreger. Die Beißattacke von Luis Suarez gegen Giorgio Chiellini überlagert fast das WM-Aus von Italien. Außerdem wirft das Duell zwischen Deutschland und den USA seine Schatten voraus. Und dann sind da noch die Minimal-Griechen.

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Biss ins Achtelfinale. Luis Suarez (r.) hält sich die Zähne, Giorgio Chiellini die Schulter.
Biss ins Achtelfinale. Luis Suarez (r.) hält sich die Zähne, Giorgio Chiellini die Schulter.Foto: dpa

00.30 Uhr: Und das war es dann für heute von einem wieder mal dramatischen WM-Tag. Natürlich dürfte die Beißattacke von Luis Suarez auch am Mittwoch noch Thema sein. Dann sind wir von früh bis spät wieder mit unserem WM-Blog für Sie da. Bis dahin wünschen wir eine gute Nacht!

00.25 Uhr: Damit stehen nun vier Achtelfinals fest und sicher ist, dass eine südamerikanische Mannschaft das Halbfinale erreichen wird. Denn der Sieger des Duells Brasilien gegen Chile trifft im Viertelfinale auf den Sieger zwischen Kolumbien und Uruguay. Im zweiten "Viertel" des WM-Spielplans frohlocken die Holländer. Schlagen Sie Mexiko kommt es im Viertelfinale zum Duell mit dem Sieger aus dem Spiel Costa Rica gegen Griechenland.

00.00 Uhr: Griechenland im Achtelfinale und dort gegen Costa Rica. Ein Sieg und zwei Tore aus drei Spielen haben dafür gereicht. Wobei der 2:1-Siegtreffer gegen die Elfenbeinküste per Elfmeter in der Nachspielzeit fällt. Mehr zum Griechen-Wunder hier.

23.50 Uhr: Nette Geste bei Kolumbien gegen Japan. Trainer Jose Pekerman wechselt in der 84. Minute Torwart Faryd Mondragon ein, der mit 43 Jahren und drei Tagen nun der älteste Spieler der WM-Geschichte ist. Wenig später steht ein 4:1-Sieg zu Buche, den Spielbericht dazu gibt es hier.

23.40 Uhr: Neues vom Prämienstreit um Ghanas Nationalelf. Nach der Intervention von Staatschef John Dramani Mahama sollen die Spieler Medienberichten zufolge noch vor dem entscheidenden WM-Gruppenspiel gegen
Portugal am Donnerstag die versprochenen Gelder erhalten. Nach Angaben des in der Hauptstadt Accra sitzenden Radiosenders Joy FM meldete sich Mahama am Dienstag via Telefon bei den demotivierten Spielern, die zuvor eine für den Morgen angesetzte Trainingseinheit aus Protest wegen noch immer offener Zahlungen boykottiert hätten.

23.05 Uhr: Unser User "Lulla" würde Luis Suarez für eine ganze Saison sperren. Viel wichtiger ist ihm allerdings das grundsätzliche Verhalten im Sport: "Die ganze Fairness, der Anstand, der Respekt, muss im Fussballsport, wie auch in anderen Sportarten, neu definiert werden. Die Jugend schaut zu. Das muss man sich stets vergegenwärtigen. "Gladiatoren" gehören in den Ring, nicht auf den Rasen. Die FIFA schläft." Was meinen Sie? Ist der Sport noch zu retten oder steht dabei inzwischen so viel auf dem Spiel, dass der gegenseitige Respekt auf der Strecke bleibt?

22.50 Uhr: Die Spannung in der Gruppe C entwickelt sich. Griechenland führt zur Pause 1:0 gegen die Elfenbeinküste, Japan hat gegen Kolumbien zum 1:1 ausgeglichen. Im Moment wären die Griechen hinter Kolumbien Zweiter und würden auf Costa Rica treffen. Aber ein weiteres Tor der Japaner und dann wären die Asiaten weiter. Übrigens: bei Kolumbien spielt heute Noch-Herthaner Adrian Ramos von Anfang an und hat zumindest mal den Elfmeter vor dem 1:0 für die Südamerikaner erarbeitet.

22.00 Uhr: Bei Twitter wird die Beißattacke von Luis Suarez weiter eifrig kommentiert - mal empört, mal wütend. So meldete sich beispielsweise Ex-Boxweltmeister Evander Holyfield mit dem Satz zu Wort: "I guess any part of the body is up for eating" - "Ich glaube, jedes Körperteil ist zum Essen da". Holyfield wurde einst von Mike Tyson während eines WM-Kampfes von seinem Gegner ein Stück vom Ohr abgebissen.

Bei 101 Great Goals wird derweil der Suarez-Beißhattrick ins Bild gesetzt.

21.55 Uhr: Fußball wird auch noch gespielt am heutigen Abend. In der Gruppe C werden die Gegner von Costa Rica und Uruguay im Achtelfinale ermittelt. Kolumbien ist schon durch und trifft auf Japan, das kaum noch Chancen hat. Am anderen Duell treffen die Elfenbeinküste und Griechenland aufeinander. Beide Spiele können Sie natürlich auch wieder in unserem Ticker verfolgen.

21.45 Uhr: Die Fifa will die Beißattacke von Uruguays Luis Suarez gegen Italiens Giorgio Chiellini erst nach dem Eingang des Schiedsrichter-Berichts bewerten, meldet die Nachrichtenagentur dpa. "Wir warten auf den offiziellen Spielbericht und werden alle notwendigen Informationen sammeln, um die Angelegenheit zu beurteilen", hieß es am Dienstag in einem Statement des Fußball-Weltverbandes. Erwähnt Schiedsrichter Marco Rodriguez aus Mexiko den Vorfall nicht, können die Fifa-Ermittler nachträglich anhand der TV-Bilder aktiv werden. Gibt Rodriguez an, die Situation gesehen und bewertet zu haben, ist ein nachträgliches Einschreiten nicht mehr möglich, da dann die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters gilt.

21.35 Uhr: Gerade erklärte er noch, er wolle im Nationaltrainer Cesare Prandelli kämpfen, dann kündigte Italiens Verbandspräsident Giancarlo Abete gleich selbst seinen Rückzug an. Die Entscheidung sei bereits vor der WM gefallen, hieß es. Prandelli begründete seinen Rücktritt unterdessen wie folgt: "Etwas hat sich verändert, seit ich meinen Vertrag verlängert habe. Ich weiß nicht warum. Es hat nicht funktioniert. Mein Rücktritt ist unwiderruflich".

21.20 Uhr: Giorgio Chiellini mochte sich nach dem Spiel kaum beruhigen. Immer wieder präsentierte er seine Schulter, auf der ein Bissabdruck zu sehen war. "Es ist völlig klar, Suarez wusste sehr gut, dass er etwas getan hat, was er nicht hätte tun dürfen. Er hätte Rot verdient gehabt", erklärte Italiens Abwehrspieler. Uruguays Coach Oscar Tabarez behauptete indes, nichts gesehen zu haben. "Es geht um die WM, nicht um die Moral", meinte er lapidar.

21.10 Uhr: Während die Fußballwelt über Luis Suarez diskutiert, ist Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli nach dem WM-Aus seiner Mannschaft zurückgetreten. "Es tut weh, so aus der WM auszuscheiden. Ich übernehme die gesamte Verantwortung", sagte der Prandelli kurz nach dem 0:1 (0:0) gegen Uruguay. Verbandspräsident Giancarlo Abete will allerdings noch um Prandelli kämpfen und hofft, dass der Coach seine Entscheidung revidiert.

20.35 Uhr: Italien ist raus, England auch. Dafür jubeln Costa Rica und Uruguay. Beim 1:0 der Urus gegen die Azzurri benahm sich Torjäger Luis Suarez allerdings einmal mehr daneben. Seine Beißattacke gegen Giorgio Chiellini war der negative Höhepunkt des Spiels. Schiedsrichter Marco Rodriguez hatte die Szene nicht gesehen. Chiellini hatte anschließend wild protestiert und seine Schulter präsentiert, auf der offensichtlich ein Bissabdruck zu sehen war (siehe Tweet von The Guardian unten).

Es ist nicht der erste Zwischenfall dieser Art von Suàrez. Bereits zweimal war der Torjäger vom FC Liverpool wegen einer Beißattacke negativ aufgefallen. Erst zu Saisonbeginn hatte er noch sechs Spiele aussetzen müssen, nachdem er in der vergangenen Saison Branislav Ivanovic vom FC Chelsea in den Arm gebissen hatte. Und in seiner Zeit bei Ajax Amsterdam hatte er im Spiel gegen den PSV Eindhoven Gegenspieler Otman Bakkal ebenfalls in die Schulter gebissen.

19.10 Uhr: Jürgen Klinsmann rüstet sich verbal für das Duell mit dem deutschen Team: "Ich werde alle vor dem Spiel umarmen und dann die Gefühle für 90 Minuten außen vor lassen", sagte Klinsmann am Dienstag. "Es ist keine Zeit für Freundschaftsanrufe, jetzt geht es ums Geschäft." Persönlichen Kontakt zwischen Klinsmann und seinem ehemaligen Assistenten Joachim Löw hat es schon seit einigen Wochen nicht mehr gegeben. Verfolgt hat Klinsmann, das, was im deutschen Team passiert, natürlich dennoch ganz genau. Auf Deutschlands Torjäger Thomas Müller angesprochen, antwortete der Trainer der US-Auswahl: "Es wäre schön, wenn er sich am Donnerstag eine kleine Auszeit genehmigt. Aber das wird er natürlich nicht tun."

Jürgen Klinsmann freut sich auf das Spiel gegen Deutschland.
Jürgen Klinsmann freut sich auf das Spiel gegen Deutschland.Foto: AFP

18.50 Uhr: Halbzeit in beiden Spielen der Gruppe D - und bisher ist noch gar nichts passiert. Keine Tore bei Italien - Uruguay und ebenso bei Costa Rica - England. Damit wäre Costa Rica Gruppensieger und Italien Zweiter. Aber noch ist ja eine Halbzeit zu spielen.

18.40 Uhr: Anders als zahlreiche Fans in Portugal macht sich der nationale Fußball-Verband FPF keinerlei Sorgen, dass sich die deutsche und amerikanische Mannschaft am Donnerstag im letzten WM-Gruppenspiel womöglich auf ein Unentschieden zum gemeinsamen Weiterkommen einigen könnten. "Fair Play ist eines der zentralen Anliegen, das sich die Fifa auf ihre Fahnen geschrieben hat. Von daher bin ich mir sicher, dass es keine Absprachen zwischen den Deutschen und den Amerikanern geben wird", meinte der FPF-Vizepräsident Humberto Coelho am Dienstag. Nach nur einem Punkt aus zwei Spielen haben die Portugiesen nur dann noch eine Chance auf das Erreichen des Achtelfinals, wenn sie selbst am Donnerstag klar gegen Ghana gewinnen und das US-Team zeitgleich gegen Deutschland verliert.

18.25 Uhr: Ghanas Staatschef John Dramani Mahama hat sich laut einem Medienbericht in den Prämienstreit des Nationalteams eingeschaltet. Damit will er eine Eskalation vor dem entscheidenden WM-Gruppenspiel gegen Portugal verhindern. Nach Angaben des in der Hauptstadt Accra sitzenden Radiosenders Joy FM meldete er sich am Dienstag via Telefon bei den Spielern, die zuvor eine für den Morgen angesetzte Trainingseinheit aus Protest wegen noch immer offener Zahlungen boykottiert hätten. Die Regierung hatte den 23 Profis vor WM-Beginn eine Festzahlung von 75 000 US-Dollar pro Spieler zugesagt.

17.59 Uhr: Aber jetzt fällt erst einmal die Entscheidung in der Gruppe D. Wer folgt Costa Rica ins Achtelfinale? Verfolgen Sie die Spiele Italien - Uruguay und Costa Rica - England jetzt in unserem Live-Ticker!

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