Sport : Italien muss warten

Volleyballer Böhme verlängert beim SCC

Karsten Doneck

Berlin - Marcus Böhme ließ sich nicht beirren. Da lagen ihm zwar lukrative Angebote von anderen Klubs aus der Volleyball-Bundesliga und auch aus Italien vor, aber als sein aktueller Verein, der SC Charlottenburg, an ihn herantrat mit dem Wunsch nach einer Vertragsverlängerung, war Böhmes Entscheidung schnell gefallen. Der 22 Jahre alte Mittelblocker lehnte einen Wechsel in die Fremde mit ungewöhnlich sachlicher Einschätzung der eigenen Position ab. „Noch bin ich nicht so weit, noch lerne ich dazu“, stellte Böhme fest, ehe er am Mittwoch einen neuen Einjahresvertrag bis 2009 beim SCC unterzeichnete.

Böhme ist nach Alexander Spirovski und Milan Vasic der dritte Spieler aus dem aktuellen Kader der Charlottenburger, der eine Jobgarantie über das Saisonende hinaus hat. Vasic hatte schon 2007 einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Alle anderen Spielerverträge laufen zum Saisonende aus. Mit Zuspieler Jaroslav Skach soll in Kürze ein weiterer Eckpfeiler des Teams zum Bleiben überredet werden. Einen großen Umbau des Kaders plant der SCC ohnehin nicht. „Wir wollen den Kern zusammenhalten“, sagt Manager Kaweh Niroomand.

Zu diesem Kern zählt längst auch Böhme, schon seit zehn Jahren Volleyballer beim SCC. Auch wenn die jetzt allmählich zu Ende gehende Saison für ihn unglücklich verlief. Mitte November hatte er sich im Trainingslager der Nationalmannschaft in Heidelberg schwer verletzt. Mittelfußbruch, Knorpelschaden am Sprunggelenk und zwei Bänder gerissen, so lautete die niederschmetternde Diagnose. Zum Play-off- Halbfinale gegen den Moerser SC (erstes Spiel: Dienstag, 20.15 Uhr, Sömmeringhalle) ist Böhme wieder im Vollbesitz seiner Kräfte, allerdings existiert psychisch noch eine Hemmschwelle. Kaweh Niroomand sagt: „Er spielt nicht mehr so unbekümmert wie vorher, er denkt jetzt zu viel nach.“ Karsten Doneck

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