Sport : Italiens Innenminister: „Fußball hat nichts gelernt“

Rom - Der italienische Innenminister Roberto Maroni hat ein zu lasches Vorgehen gegen Kriminalität im Fußball kritisiert. „Der Fußball hat seine Lektion nicht gelernt“, sagte Maroni am Dienstag. Dies habe die Fußballwelt in den vergangenen Jahren deutlich gezeigt. „Das System ist nicht in der Lage, die nötigen Antikörper zu bilden“, sagte der Minister. Inzwischen stehen im aktuellen Wettskandal 60 Spiele der Ersten, Zweiten und Dritten Liga unter Manipulationsverdacht.

Maroni hatte im Einvernehmen mit dem Fußballverband FIGC und dem Nationalen Olympischen Komitee eine „Task Force“ der Polizei zur Bekämpfung von Wettmanipulationen gegründet. Aus Expertensicht sind der FIGC, die Ligen und Klubs nicht in der Lage, alleine Wettbetrug zu unterbinden. Ohne die Hilfe der Staatsanwälte wäre FIGC-Chefankläger Stefano Palazzi bei der Aufklärung des Wettskandals relativ machtlos. dpa

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