Sport : Iwanow holt Geher-Gold für Gastgeber Potsdamer Linke landet bei WM auf Platz neun

Moskau - Der Russe Alexander Iwanow hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau die erste Medaille im Gehen gewonnen. Der 20-Jährige setzte sich am Sonntag über 20 Kilometer auf dem Rundkurs an der Moskwa durch und kam als Erster im Luschniki-Stadion ins Ziel. Der Potsdamer Christopher Linke freute sich über Platz neun und eine Beförderung der besonderen Art. „Das hätte nicht besser laufen können. Ich hatte mich ja lange nicht mehr so aus dem Fenster gelehnt, als ich sagte, ich würde gerne eine Top-10-Platzierung schaffen. Jetzt bin ich im A-Kader. Deshalb bin ich überglücklich über den neunten Platz“, sagte der 24-Jährige.

In der persönlichen Bestzeit von 1:20:58 Stunden holte Iwanow auch das erste Gold für den WM-Gastgeber. Zweiter wurde Olympiasieger Chen Ding aus China in 1:21:09 vor dem Spanier Miguel Angel Lopez (1:21:21). Iwanows Landsmann Waleri Borchin, Olympiasieger von 2008 und Weltmeister von 2009 und 2011, hatte wegen einer Verletzung nicht zur Titelverteidigung antreten können.

„Die Bedingungen waren natürlich extrem. Es war sehr, sehr heiß und die Strecke ganz schön anspruchsvoll. Ab der dritten, vierten Runde habe ich mir immer gleich zwei Wasserpullen über den Kopf gekippt“, berichtete Linke. Am Montagabend will er entscheiden, ob er am Mittwoch auch noch die 50 Kilometer in Angriff nimmt.

Gut gelaunt war auch Christina Schwanitz. „Ich habe mich erst mal umstellen müssen, weil der Ring etwas unterhalb der Grasnarbe war und ich nicht wusste, wie weit die Kugel flog“, sagte die 27 Jahre alte Hallen-Europameisterin am Sonntag nach dem Einzug in das Finale. Nach nur 18,06 Metern im ersten Versuch hatte die Athletin des LG 90 Erzgebirge jedoch den Dreh raus: Danach stieß sie 19,18 Meter und konnte ihre Sachen zusammenpacken. Dagegen schied die Magdeburgerin Josephine Terlecki mit 17,87 Meter in der Qualifikation aus.

„Ich bin selten so relaxed in eine Qualifikation reingegangen, weil ich ein Superjahr und ein starkes Selbstbewusstsein habe“, sagte Christina Schwanitz. Am 18. Mai hatte sie beim Diamond-League-Meeting in Schanghai mit 20,20 Meter erstmals die 20-Meter-Barriere überwunden und liegt seitdem an dritter Stelle der Weltbestenliste. „Ich lasse mich nicht auf eine Medaille festlegen, aber im Finale wird zurückgeschossen.“ Die Goldmedaille im Endkampf am Montag ist für sie an die dreimalige Weltmeisterin und Olympiasiegerin Valerie Adams (Neuseeland) vergeben. „Die stößt einen Meter mehr als wir alle“, sagte die Sportsoldatin. dpa

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