Sport : Jansen bringt sich in Form, DFB zahlt eine Entschädigung

-

Berlin Jürgen Jansen joggt zurzeit viel. Er muss sich in Form bringen, ein Fitnesstest beim Deutschen Fußball-Bund steht an. Wenn er den besteht, darf der 44-Jährige wieder Spiele pfeifen. Denn Jürgen Jansen ist rehabilitiert, der Bundesliga-Schiedsrichter ist nicht in den Wettskandal verwickelt, er hat keine Spiele manipuliert. Das steht fest, die Staatsanwaltschaft Berlin hat ihre Ermittlungen eingestellt.

Aber wer ersetzt seinen Schaden? Immerhin durfte er seit dem 2. Februar nicht pfeifen. „Wir haben uns mit dem Deutschen Fußball-Bund einvernehmlich und ohne jede Konfrontation geeinigt“, sagt Stephan Reiffen, Jansens Rechtsanwalt. „Der Verband wird Herrn Jansen eine Entschädigung zahlen.“ Wie hoch die genau sein wird, steht derzeit nicht fest. Reiffen kann nicht genau sagen, wie viele Spiele Jansen durch die Sperre verpasst hat. Der Schiedsrichter sei gerade dabei, die Zahl auszurechnen.

Harte juristische Auseinandersetzungen hätten nie zur Diskussion gestanden, sagt Reiffen. „Der DFB hat gesagt, er sei nicht kleinlich bei der Entschädigung.“ Der DFB habe schon lange gesagt, dass er Jansen für unschuldig halte, habe aber in der „extrem aufgeheizten Atmosphäre“ darauf verzichtet, Jansen wieder pfeifen zu lassen. Der Geschäftsführende DFB- Präsident Theo Zwanziger hat bereits erklärt, der DFB wolle Jansen eine Entschädigung zukommen lassen.

Jansen muss sich erst wieder in die Bundesliga hocharbeiten. Zuerst wird er für Regionalliga- und Zweitligaspiele eingesetzt. Das ist die übliche Prozedur, wenn ein Schiedsrichter eine Weile nicht mehr gepfiffen hat. Unklar ist, ob Jansen vom mutmaßlich Hauptverantwortlichen der Affäre, von Ante S., Schadenersatz fordern wird. Ante S. hatte ausgesagt, Jansen sei in die Affäre verwickelt. „Ob bei dem viel zu holen ist, weiß ich nicht“, sagt Reiffen. fmb

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben