Sport : Jansen im Wettskandal entlastet

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Berlin Der im Fußball-Wettskandal beschuldigte Bundesliga-Schiedsrichter Jürgen Jansen ist offenbar entlastet worden. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Focus“ hat der Dresdner Schiedsrichter-Betreuer Wieland Ziller für Jansen vorgesehene 25 000 Euro Bestechungsgeld nicht an den Unparteiischen weitergegeben. Ziller habe das Geld stillschweigend für sich behalten und Jansen nichts von dem Anwerbeversuch erzählt. Jansen habe von allem „nichts gewusst“, soll Ziller bereits am 13. Juni dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) erklärt haben. Bislang war Jansen im Wettskandal als einziger Bundesliga-Schiedsrichter der Manipulation von Fußballspielen verdächtigt worden.

Das Geld sollte Ziller auf Wunsch der im Wettskandal angeklagten kroatischen Brüder S. an Jansen weiterleiten, damit dieser das Bundesligaspiel zwischen Kaiserslautern und Freiburg (3:0) manipuliert. Dies hat der Unparteiische aus Essen stets bestritten. Jansens Rechtsanwalt Stephan Reiffen forderte nach Bekanntwerden der Aussage Zillers die Staatsanwaltschaft auf, „Herrn Jansen nicht länger als Beschuldigten durchs Verfahren zu schleppen“. Jansen sagte, er hoffe, „dass der Albtraum bald vorbei ist und ich endlich wieder pfeifen darf“. Für die neue Saison steht der Schiedsrichter auf der Liste für die Bundesliga.

Fünf Monate nach dem Bekanntwerden des Wettskandals hatte die Berliner Staatsanwaltschaft in der vergangenen Woche wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges Anklage gegen sechs Beschuldigte, darunter die ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer und Dominik Marks, erhoben. Tsp/dpa

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