Sport : Je länger, desto besser

Mathias Klappenbach

freut sich auf die Champions League mit Arne Friedrich Hertha BSC befindet sich in einer Phase der Konsolidierung. Das Mittelmaß für eine gewisse Zeit in Kauf zu nehmen ist nach der katastrophalen Vorsaison nötig und vernünftig. Die Mitglieder des Vereins sahen das auf ihrer Versammlung am Montagabend genauso, auch wenn Trainer Falko Götz viel Applaus für seine Ankündigung erhielt, mit der stabilisierten Mannschaft schon in der Rückrunde vordere Tabellenplätze angreifen zu wollen.

Der Beifall für diese Aussage war so groß, dass er sich nicht mal mehr steigerte, als Manager Hoeneß später mitteilte, dass Arne Friedrich bei Hertha bleibt. Der nüchterne Kapitän ist eben keine Symbolfigur bei den Fans, und das nächste Spiel ist immer näher als eine mittelfristige Planung. Dabei soll doch gerade die Einigung mit Friedrich das Symbol für eine Zukunft sein, in der Hertha die selbst gesteckten Ziele auch erreicht.

Diese Ziele sind auch deshalb groß, weil sie mit dem jetzigen Kader ohne einen größeren Umbruch kaum zu realisieren sind. Das gilt erst recht für die kommende Rückrunde. Auch zur nächsten Saison wird der Spieleraustausch wohl ausbleiben, der für die in Friedrichs neuem Vertrag ab 2007 festgeschriebenen Ziele Uefa-Cup-Platz und Champions League nötig ist.

Arne Friedrich und Hertha haben die gleiche Vision, beide sollten aber nicht zu schnell mit ihrer Erfüllung rechnen. Vielleicht passen die jetzt formulierten Ultimaten für den Erfolg und die Realität ja ganz gut zueinander. Das wäre der Beweis für eine kluge Planung. Nicht nur von Arne Friedrich.

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