Sport : Jena unterliegt vor dem DFB-Sportgericht

Frankfurt am Main - Der FC Carl Zeiss Jena hat vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eine Niederlage hinnehmen müssen. Das Gremium wies den Einspruch gegen das mit 1:2 verlorene Drittligaspiel gegen den 1. FC Heidenheim zurück. Das Gericht folgte damit nicht der Auffassung Jenas, wonach Heidenheim in Martin Klarer einen Spieler eingesetzt hatte, der nach zehn Gelben Karten hätte gesperrt sein müssen.

Klarer hatte im Spiel gegen Eintracht Braunschweig Gelb gesehen. Dafür gibt es Foto- und Video-Beweise. Im Spielberichtsbogen tauchte diese Gelbe Karte für Klarer aber nicht auf. Es habe eine „Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters“ vorgelegen, begründete Achim Späth, stellvertretender Vorsitzender des Sportgerichtes, nun das Urteil. „Der Unparteiische Jan Seidel hat in besagter Begegnung die Gelbe Karte dem Heidenheimer Spieler Christian Essig zugeordnet und dies auch im Spielbericht so vermerkt.“ Jenas Präsident Hartmut Beyer zeigte sich enttäuscht über das Urteil: „Dass die Tatsachenentscheidung vom Spielgeschehen auf das Ausfüllen des Spielberichtsbogens erweitert wurde, verstehen wohl nur Juristen.“ Der Verein prüft bis Dienstagabend, ob er Rechtsmittel einlegen wird. Hätte der DFB dem Einspruch stattgegeben, hätte Jena noch gute Chancen auf den Relegationsplatz für die Zweite Liga. dpa

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