Sport : Jens Lehmann muss bei Arsenal auf die Bank

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London In der deutschen Fußball-Nationalmannschaft kämpft Jens Lehmann um den Stammplatz – bei seinem Verein, dem FC Arsenal, ist er von Trainer Arsène Wenger zum Ersatzmann degradiert worden. Der 35 Jahre alte Lehmann musste am Samstag beim 3:0-Heimsieg der Londoner in der englischen Premier League gegen Birmingham City dem Spanier Manuel Almunia den Vortritt lassen, mit dem Arsenal zum ersten Mal nach 13 Spielen wieder ohne Gegentor blieb. Der deutsche Nationaltorhüter verfolgte die Begegnung mit bitterer Miene. „Ich war schon überrascht. Arsène Wenger hat mir erklärt, dass er mich im Moment nicht so frisch sieht“, sagte Lehmann der „Bild am Sonntag“.

Sein Ersatzmann Almunia hatte schon am Mittwoch im Ligapokalspiel bei Manchester United im Tor gestanden und beim 1:0-Siegtreffer der Gastgeber eine unglückliche Figur abgegeben. Doch Trainer Wenger hielt an dem Spanier fest. „Ich habe diesmal diese Entscheidung getroffen“, sagte der Franzose. Für das entscheidende Spiel um den Einzug in die Zwischenrunde der Champions League am Dienstag gegen Rosenborg Trondheim werde er eine weitere Entscheidung fällen. Wie Lehmann mit dem Rückschlag umgehen will, „weiß ich noch nicht“. Bis auf einen Fehler im Champions-League-Match gegen Panathinaikos Athen (1:1) habe er sich nichts zuschulden kommen lassen.

In den 53 vorangegangenen Meisterschaftsspielen hatte Arsenal mit Lehmann nur zweimal verloren. Er war der Rückhalt bei der historischen Serie des Klubs, als er 49 Spiele hintereinander ohne Niederlage blieb. „Ich habe großen Respekt vor Lehmann“, sagte Trainer Wenger, der den Deutschen von Borussia Dortmund zu Arsenal geholt hatte. „Er ist ein hundertprozentiger Profi. Aber er brauchte eine Verschnaufpause.“ Für Jens Lehmann dürfte die Pause schon jetzt lang genug gewesen sein. dpa

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