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Jetzt gegen Sassari : Eurocup: Alba besiegt Kragujevac

Alba Berlin hat die Eurocup-Zwischenrunde am Mittwochabend mit einem 92:83 (46:33)-Heimsieg gegen Radnicki Kragujevac beendet. Die Berliner treffen nun im Achtelfinale auf Dinamo Sassari.

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Zeichensprache: Albas Cliffod Hammonds.
Zeichensprache: Albas Cliffod Hammonds.Foto: Imago

Mitte des dritten Viertels kam endlich die Mitteilung, wer der nächste Gegner von Alba Berlin im Europapokal ist. Die Alba Dancers treffen im Viertelfinale auf ZSKA Moskau, im Cheerleader-Wettbewerb der besten Tanz-Equipes, und baten die 7910 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof, im Internet für sie abzustimmen. Ansonsten war Warten angesagt, auf wen die Alba-Basketballer im Achtelfinale des Eurocups treffen würden. Die Zeit vertrieb ein sportlich bedeutungsloser 92:83 (46:33)-Sieg gegen Radnicki Kragujevac. Die Berliner standen ja bereits vorher als Sieger ihrer Zwischenrundengruppe fest.

Doch die wirklich spannende Nachricht kam nach Spielende: Die Berliner treffen im Achtelfinale auf Dinamo Sassari. Die Italiener setzten sich eine halbe Stunde zeitversetzt zum Alba-Spiel überraschend 102:84 gegen die Baskets Bamberg durch. Der Deutsche Meister brachte bei den Sarden das Kunststück fertig, elf Punkte Vorsprung aus dem Hinspiel zu verspielen. Alba tritt nun am 4. oder 5. März auf Sardinien an, das Rückspiel findet eine Woche darauf in Berlin statt, die genauen Termine werden noch bekanntgegeben.

„Die Italiener haben auch gute Spieler“, sagte Forward Jan Jagla über den italienischen Pokalsieger, der derzeit Tabellensechster der Serie A ist. „Wir müssen ohnehin jeden schlagen.“

Der Sieg am Mittwoch war zwar nicht sportlich, aber psychologisch wichtig für die Berliner, die nach 17 Pflichtspielsiegen in Folge keine Negativserie starten wollten. „Wir haben zuletzt zwei Mal verloren, da war es wichtig, uns Selbstvertrauen zu holen“, sagte Jagla. Zumal Alba die nächsten vier Spiele auswärts bestreitet. Topscorer waren der starke David Logan mit 23, Reggie Redding mit 17 sowie Levon Kendall und Vojdan Stojanovski mit jeweils 14 Punkten.

Coach Sasa Obradovic erkundigte sich nach dem Spiel als erstes nach dem Zwischenstand auf Sardinien, um dann zu sagen, ihm sei egal, wer der nächste Gegner ist. „Wir haben uns bisher optimal präsentiert in Europa“, sagte Obradovic nach zwei Gruppensiegen in zwei Phasen.

Die Berliner gingen das Spiel nicht an wie eine Mannschaft, für die das Ergebnis nur noch statistischen Wert hatte. Alex King beispielsweise hechtete Mitte des ersten Viertels dem Ball bis über die Werbebande nach. Ab dem zweiten Viertel gaben die Berliner die Führung in einem einseitigen Spiel nicht mehr her. Die Gäste, deren Vereinsname übersetzt eigentlich Arbeiter bedeutet, wirkten dagegen nicht so wie eine Mannschaft, die noch um den Einzug ins Achtelfinale spielte.

Einzig Marko Marinovic agierte bei seiner Rückkehr nach Berlin wie aufgedreht. 19 Punkte und 10 Vorlagen lieferte der mittlerweile 30-jährige Serbe. Mit seiner Defensivleistung zeigte der Spielmacher aber auch, warum ihn Alba im März 2011 weggeschickt hatte. Anfang des Schlussviertels kamen die Serben zwar noch einmal auf zwei Punkte heran, doch dann zog Alba wieder auf bis zu 15 Punkte davon. Auf Sardinien erwartet die Berliner in der nächsten Runde wohl mehr Gegenwehr.

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