Sport : Jetzt hört der Spaß auf

Georg Hackl bereitet sich auf Olympia 2006 vor

Maria Saegebarth

Berlin - Die Liste seiner Erfolge ist lang. Georg Hackl war mehrfach Olympiasieger, Welt- und Europameister. Sogar Stefan Raabs Wok-Weltmeisterschaft entschied der Bayer für sich. Der 38-Jährige ist tatsächlich für jeden Scherz zu haben, der „meine Disziplin populärer macht“. Im Wettkampf aber kennt er keinen Spaß: „Von nun an ist alles Vorlaufzeit für die Olympischen Spiele 2006.“ Seit nunmehr 20 Jahren bewahrt sich der Bastler und Tüftler seinen Siegeswillen. Einfach nur teilnehmen genügt ihm nicht. Deshalb saß er auch in diesem Sommer viele Stunden in seiner Werkstatt und schraubte und schleifte. „Meine Flotte von vier Schlitten steht sauber da“, sagt der Routinier und freut sich auf seine 21. Wettkampfsaison, die am Freitag in Altenberg beim Challenge Cup mit einem dritten Platz begann. Schon am Sonntag folgt der erste Weltcup des Jahres.

Im Moment fehlt ihm nur noch ein Weltcupsieg, um mit dem Österreicher Markus Prock in der ewigen Bestenliste gleichzuziehen – das eine Ziel in seiner vorletzten Saison. Das andere ist eine Medaille bei der Weltmeisterschaft im Februar in Park City (USA). Sein ärgster Konkurrent ist sein Nachfolger: Der 22 Jahre alte David Möller ist amtierender Weltmeister, hat Hackl im letzten Jahr auf Platz zwei verwiesen. Auch am Freitag in Altenberg war Möller der Sieger. Die Rangordnung im deutschen Team hat sich trotzdem nicht verändert: „Der Schorsch steht in der Hierarchie vor mir“, sagt Möller.

Und wenn Georg Hackl bei den Olympischen Spielen in Turin 2006 zum letzten Mal aus dem Eiskanal klettert, geht es geradewegs auf die Schulbank. Er will Trainer werden – und seine Erfahrung weitergeben.

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