Sport : Jetzt kommen endlich die Play-offs SCC-Volleyballer siegen gegen Unterhaching 3:0

Karsten Doneck

Berlin - Auf seinen besten Mann verzichtete der TSV Unterhaching. Allerdings nicht freiwillig, Michael Mayer schlägt sich mit Knieproblemen herum. Ohne seinen Nationalspieler lieferte das Team in Berlin eine hilflose Vorstellung ab. Volleyball-Bundesligist SC Charlottenburg deklassierte die Unterhachinger vor 700 Zuschauern in der Sömmeringhalle im letzten Spiel vor Beginn der Play-offs mit 3:0 (25:13, 25:18, 25:14).

Erstaunlich, wie engagiert der SCC an die bedeutungslose Aufgabe heranging. Erster konnte das Team nicht mehr werden, dazu war das Satzverhältnis gegenüber Spitzenreiter VfB Friedrichshafen zu schlecht. Und vom Dritten trennen die Charlottenburger punktemäßig kleine Volleyball-Welten. Also bekommt es der SCC als Tabellenzweiter nun im Play-off-Viertelfinale mit Mendig oder Bayer Wuppertal zu tun, das erste Mal am nächsten Sonntag daheim. Gespielt wird nach dem Modus „Best of three“.

Dass die Charlottenburger im Verlauf der Saison gegen leichte Gegner manchen unnötigen Satzverlust hinnehmen mussten, hinderte die Mannschaft nicht nur daran, als Spitzenreiter in die Play-offs zu gehen, sondern sorgt auch bei den Offiziellen für Verdruss. „Diese Unkonzentriertheiten rächen sich jetzt“, sagt Manager Kaweh Niroomand. Im allgemein erwarteten Finale gegen den VfB Friedrichshafen („Best of five“) müsste der SCC in einem eventuell alles entscheidenden fünften Spiel auswärts antreten.

Gegen Unterhaching nutzten Liefke und Kromm ihre Vorteile am Netz, um fleißig zu punkten, Huttunen und Prüsener hatten bei der Annahme nur wenig Probleme. Unterhachings Björn Matthes krempelte schon kurz nach Spielbeginn die kurzen Ärmel seines Trikots hoch. Das sah so aus, als würde er eines dieser aus der Mode gekommenen Muskelshirts tragen. Aber das Praktische überwog das Modische: Matthes war unter dem Druck des SCC ganz schnell ins Schwitzen gekommen.

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