JÖRG JAKSCHE : Debatte über Doping

Die Äußerungen des früheren Radprofis Jörg Jaksche im Interview mit dem Tagesspiegel haben viele Reaktionen hervorgerufen. Auf die Frage, ob der Tour- Gewinner 2009 ein Betrüger, ein Gedopter sein werde, hatte Jaksche gesagt: „Ja. Und das Gesetz der Serie sagt uns, das wird noch lange so bleiben. Ich habe es selbst erlebt: Doping bringt einfach zu viel.“ Es seien „immer noch dieselben Heuchler am Werk“. Sein ehemaliger Kollege Sebastian Lang sieht die Vorwürfe differenziert. Er fühlt sich von dem überführten und geständigen Bernhard Kohl hinters Licht geführt, der an Langs Seite 2008 im Team Gerolsteiner Dritter bei der Tour geworden war. „Ich habe mir für Kohl drei Wochen den Arsch aufgerissen. Auf so ein Doppelleben habe ich keine Lust. Aber Spekulationen nützen nichts. Jaksche sollte uns nicht alle über einen Kamm scheren“, sagte Lang. Ansonsten erntete der Doping-Kronzeuge Jaksche unter ehemaligen Kollegen eher Kritik. „Wer ist Jörg Jaksche?“, fragte Milram-Profi Markus Fothen nicht ganz ernst gemeint. Lang nannte Jaksche verächtlich einen „Fachmann“, der durch Doping einst sein Geld verdient hätte und jetzt mit Geständnissen und Erkenntnissen hausieren gehe. dpa

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