Sport : Joseph Blatter: Schattenmann

Joseph Blatter ist einer der umtriebigsten und umstrittensten Sportführer der Welt. 1998 löste der im Kanton Wallis geborene Schweizer seinen langjährigen Chef Joao Havelange als Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa ab. Damit stieg der wendige Funktionär zum - neben dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees - mächtigsten Mann des Weltsports auf, ein "Lebensziel", so Batter, habe sich da realisiert.

Die genauen Umstände seiner Wahl aber sind bis heute nebulös geblieben, Fifa-Vizepräsident David Will sprach unverhohlen aus, was viele dachten: "Über der Blatter-Wahl wird immer der Schatten der Bestechung beiben." So sicherte sich Blatter die Stimmen der afrikanischen Delegierten mit dem Versprechen, die Weltmeisterschaft 2006 ausrichten zu dürfen, zusätzlich habe Blatter die afrikanische Unterstützung mit einer Million Dollar Bestechungsgelder untermauert. Blatter wies die Vorwürfe stets weit von sich, räumte allerdings ein, früher vereinbarte Zahlungen geleistet zu haben.

Blatter gilt als staatsmännisch und weltoffen. Er spricht neben Deutsch fließend Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch. Sein selbsternannter Führungsstil sei transparent, sein Ziel sei es, die Fifa-Gremien vom Ruf der Mauschelei und Korruption zu befreien. Zwei Aussagen, die nach Meinung seiner zahlreichen Kritiker auch im dritten Jahr seiner Amtsführung noch ihrer Realisierung bedürften.

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