Sport : Jürgen Klopp: „Wir kommen wieder“

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Frankfurt am Main Viel Zeit, zurückzuschauen und sich über das Ausscheiden zu ärgern, hat der FSV Mainz 05 nicht. Kaum mehr als 40 Stunden nach der verpassten Chance, in die Gruppenphase des Uefa-Pokals einzuziehen, wird es für Mainz schon am heutigen Sonnabend im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga schon wieder ernst. Ein Erfolg bei Borussia Mönchengladbach sei „sehr, sehr, sehr, sehr, sehr wichtig“, sagte Trainer Jürgen Klopp, dem trotz des 0:2 am Donnerstag gegen den FC Sevilla der Humor nicht vergangen war: „Unser Europapokalauftritt ist kurzfristig beendet – wir kommen wieder.“ Vereinspräsident Harald Strutz witzelte: „Wir haben doch alles gesehen: Wir waren in Island, in Armenien und in Spanien.“ Mainz war über die Fair-Play-Wertung in die Qualikationsrunde gekommen und hatte sich dort gegen Mika Ashtarak (Armenien) und IB Keflavik (Island) durchgesetzt.

Dass sie in der Frankfurter Commerzbank-Arena die wohl längere Zeit nicht wiederkehrende Chance vergaben, in die lukrative Zwischenrunde einzuziehen, schmerzte die Spieler nur kurz. „Auch wenn wir unbedingt weiterkommen wollten, wird es uns nicht runterziehen, dass wir es nicht geschafft haben“, sagte Manndecker Manuel Friedrich. „Wir können klar zwischen Uefa-Pokal und Bundesliga trennen.“

Gegen die namhaft besetzten Spanier waren die Mainzer nach dem hart erkämpften 0:0 im Hinspiel beim zweiten Duell überfordert. Angeführt von den stark aufspielenden Javier Saviola und Doppeltorschütze Frederic Kanouté, zeigte Sevilla den Mainzern die Grenzen auf. „Sie waren einfach besser“, räumte Klopp ein. „Wir haben uns sehr ordentlich verkauft und sind als gute Botschafter in den jeweiligen Ländern aufgetreten“, sagte er. „Wir haben wertvolle Erfahrungen gesammelt und unseren Gegnern alles abverlangt.“ Einen Kräfteverlust fürchtet Jürgen Klopp wegen der zuletzt harten englischen Wochen nicht. „Die Mannschaft ist fit. Wir müssen uns jetzt in Gladbach richtig reinhängen“, forderte der Coach. „Er wird uns schon so bearbeiten, dass unsere Köpfe frei sind“, fügte Manuel Friedrich hinzu. dpa

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