Jürgen Kohler im Interview : "Meine Mannschaft will bei Union gewinnen"

Seit wenigen Wochen trainiert Weltmeister Jürgen Kohler Drittligist VfR Aalen - und hat noch keines der sieben Spiele gewonnen. Am Sonnabend tritt Kohlers Mannschaft beim 1. FC Union an - und ist extra viel früher nach Berlin gereist.

Juergen Kohler
Der Weltmeister. Jürgen Kohler, 42.Foto: ddp

Herr Kohler, am Sonnabend spielen Sie mit Ihrem Klub VfR Aalen beim 1. FC Union. Haben Sie mit Union-Trainer Uwe Neuhaus telefoniert? Er war schließlich Kotrainer bei Borussia Dortmund, als Sie dort noch gespielt haben?


Wir telefonieren nicht regelmäßig mit einander. Aber wenn wir uns sehen, unterhalten wir uns gern. Uwe ist ein sehr angenehmer Mensch. In Dortmund hat er fantastische Arbeit geleistet. Er war er einer der Garanten für unsere Erfolge wie den Gewinn der Meisterschaft 2002.

Die Berliner sind seit sieben Spielen ungeschlagen. Ihre Elf wartet immer noch auf einen Sieg. Was spricht für den VfR?

Wir haben uns stabilisiert in der Abwehr und uns teilweise in anderen Bereichen verbessert. Die Mannschaft will gewinnen. Zudem ist die Liga sehr ausgeglichen und somit alles möglich.

Sie stehen als Aalener Coach noch ohne Sieg da. Belastet Sie das nicht?

Nein, ich bin doch erst seit wenigen Wochen im Amt. Nur durch Handauflegen wird die Mannschaft nicht stärker. Insofern kann man keine Wunder erwarten.

Sie sind bereits seit Donnerstag in Berlin. Was erhoffen Sie sich von dieser ungewöhnlichen zweitägigen Vorbereitung?

Natürlich ein besseres Spiel. Bis Berlin dauert die Anreise sieben bis acht Stunden mit dem Bus. Da ist ein zweiter Tag Vorbereitung angebracht. Am Freitag konnten wir so in Ruhe Gespräche führen und im Jahn-Sportpark trainieren.

Ist der geplante Aufstieg innerhalb von drei Jahren realistisch?

Ich denke, dass man in Aalen etwas aufbauen kann. Wir wollen uns in der laufenden Saison in dieser Liga etablieren und haben dafür noch 30 Spieltage Zeit.

In der Bundesliga haben Sie für Mannheim, Köln, München und Dortmund gespielt. Wo ist am meisten Sympathie bei Ihnen hängen geblieben?

Bei der Borussia. In Dortmund wurden auch meine Kinder geboren. Ich mag den Menschenschlag aus dem Ruhrpott. Die Leute sind direkt und ehrlich.

Die Fragen stellte Matthias Koch.

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