Sport : "Jugendarbeit macht mehr Spaß"

DFB-Trainer Uli Stielike ist nach dem blamablem 1:1 im EM-Test gegen die Schweiz erneut auf Distanz zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft und auch zu Teamchef Erich Ribbeck gegangen. "Tatsache ist, dass Ribbeck generell für die Nationalmannschaft die Verantwortung trägt. Ich habe es daher gar nicht gerne gesehen, als unser Präsident am vergangenen Samstag im ZDF-Sportstudio drei Mal meinen Namen in einem Atemzug mit der A-Mannschaft nannte", erklärte der Ribbeck-Assistent in einem Interview mit dem "kicker" und sorgte damit 37 Tage vor Beginn der Europameisterschaft für weiteren Zündstoff.

"Herr Braun stellt mich in der Wichtigkeit für die Nationalmannschaft mit Ribbeck auf eine Stufe. Dem ist aber nicht so", erklärte der ehemalige Schweizer Nationaltrainer auf Nachfrage. DFB-Präsident Egidius Braun hatte sinngemäß erklärt, Stielike hätte zwar nie die Diplomatenschule besucht, er und Ribbeck seien aber eine ideale Kombination. "Ich bin im A-Team lediglich die rechte Hand von Ribbeck und habe weder Einfluss auf die Aufstellung noch auf taktische Dinge", stellte Stielike noch einmal klar. Die Zusammenarbeit mit Ribbeck scheint 39 Tage vor dem ersten EM-Spiel gegen Rumänien zumindest gestört. Er kenne die Details in Ribbecks Planungen nicht, gestand Stielike.

Auf die Frage, ob er nach der Europameisterschaft als Nachfolger von Ribbeck zur Verfügung stehen würde, sagte Stielike: "Im Moment habe ich, ehrlich gesagt, mehr Spaß in der Jugendarbeit hier beim DFB." Der frühere Nationalspieler, der die U-18-Junioren des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) betreut, kann sich zudem "schwer vorstellen", hinter einem eventuellen neuen Trainer erneut nur zweite Wahl zu sein.

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