Julio dos Santos : Wechsel nimmt Gestalt an

Der Wechsel des Paraguayaners dos Santos zum FC Bayern steht offenbar kurz bevor. Wie der Mittelfeldspieler mitteilte, wolle er mit einem unterschriebenen Vertrag aus München zurückkehren.

München - Trotz gegenteiliger Beteuerungen von Manager Uli Hoeneß nimmt die ins Auge gefasste Verpflichtung des paraguayischen Fußball-Nationalspielers Julio dos Santos durch den FC Bayern München offenbar Gestalt an. Der Mittelfeldspieler von Cerro Porteno ist nach übereinstimmenden Medienberichten bereits am Montag zur sportärztlichen Untersuchung und Verhandlungen über einen Transfer in München eingetroffen. Begleitet wird er von seinem Berater Alfredo Mendoza und Portenos Vereinspräsident Luis Pettengill.

Dass sich die Bayern für ihn interessierten, sei eine Riesensache, wird dos Santos auf der Internet-Seite des Fernsehsenders «Eurosport» zitiert. Er hoffe, in München «alles Vertragliche regeln zu können und mit einem unterschriebenen Vertrag zurückzukehren - das ist mein größter Wunsch». Er hoffe, dass jetzt alles ganz schnell gehe, zitierte die Münchner «tz» den 23-Jährigen, der am Sonntag am Flughafen in Asuncion von vielen Fans verabschiedet worden war.

Hoeneß hatte am selben Tag spanische Medienberichte über eine bevorstehende Verpflichtung von dos Santos als «Ammenmärchen» bezeichnet. Am Dienstag gab es von Vereinsseite zunächst keine Reaktion zur neuen Situation. «Verträge kann man erst ab Januar machen», hatte Hoeneß mit Blick auf die FIFA-Regularien betont.

Dos Santos wird bei den Bayern als möglicher Nachfolger für Nationalspieler Michael Ballack gehandelt. Spanische Zeitungen hatten am vergangenen Wochenende berichtet, dass die Bayern für den Spieler eine Ablösesumme von umgerechnet rund 2,5 Millionen Euro bezahlen würden. Davon soll Cerro Porteno rund 2,1 Millionen erhalten. 400.000 Euro sollen an den spanischen Erstligisten FC Cadiz bezahlt werden, der nach eigenen Angaben mit dem Paraguayer und seinem Club bereits Einigkeit über einen Wechsel erzielt hatte. «Das sind alles Ammenmärchen. Über Zahlen habe ich noch gar nicht gesprochen», widersprach Hoeneß den Berichten. (tso/dpa)

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