Sport : Junge, er kommt bald wieder

Robert Ide

warnt Jürgen Klinsmann vor Otto Rehhagel Da kann Jürgen Klinsmann noch so viele Fitnesstrainer aus den USA einfliegen lassen, sicher darf er sich nicht fühlen. Es gibt Bewegung auf Europas Trainermarkt, und viele Deutsche sind daran beteiligt.

Sollten Klinsmanns Spieler die neuen Dehnübungen nicht richtig beherzigen und sich womöglich gegen Brasilien einen bleibende seelische Verletzung einfangen, werden die Boulevardzeitungen fragen: Hätten wir nicht doch einen erfahrenen Trainer nehmen sollen? Brauchen wir nicht doch einen Mann mehr im Kompetenzteam 2006? Kandidaten wird es dann vielleicht genug geben. Otto Rehhagel zum Beispiel. Nach dem Gewinn der Europameisterschaft mit seinen Griechen hatte er gedacht, auf seiner Athener Sonderspur von Erfolg zu Erfolg zu fahren. Nun, nach der Pleite in Albanien, könnte er bald angestrengt nach einem neuen Arbeitgeber suchen. Oder Lothar Matthäus. Der „Ich stehe immer als Bundestrainer bereit“-Rekordnationalspieler kann mit seinen Ungarn ebenfalls frühzeitig in der WM-Qualifikation scheitern. Und was macht Berti Vogts eigentlich noch in Schottland? Sie alle könnten – sind sie erst mal arbeitslos – versuchen, sich in Klinsmanns Team hinein zu drängeln, um doch noch irgendwie bei der WM in Deutschland dabei zu sein.

Nur einer kommt nicht wieder: Rudi Völler. Der ehemalige Nationaltrainer hat schnell gemerkt, dass es nur einen guten Ausweg gibt: einen ausländischen Klub, der mit der WM 2006 nichts zu tun hat. Bei seinem alten Verein AS Rom wird Völler nun umjubelt. Und in Deutschland denkt man gern an ihn zurück.

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