Kader der Fußball-Nationalmannschaft : Die WM geht weiter

Joachim Löw hat am Freitag sein Aufgebot für die beiden Fußball-Länderspiele gegen Australien und in Georgien benannt. Dem Bundestrainer sind dabei einige echte Überraschungen gelungen. Oder etwa nicht? Ein Kommentar.

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Glänzende Perspektive? Wo sind sie denn nun, die vielen jungen Spielern, die Joachim Löw bei seiner Vertragsverlängerung ansprach? Foto: dpa
Glänzende Perspektive? Wo sind sie denn nun, die vielen jungen Spielern, die Joachim Löw bei seiner Vertragsverlängerung ansprach?Foto: dpa

Unbestätigten Gerüchte zufolge soll es vor 79 Tagen wie immer in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar einen Jahreswechsel gegeben haben. Demnach müssten wir uns aktuell im Jahr 2015 befinden. Seit gestern kann man sich da allerdings nicht mehr ganz so sicher sein. Für Joachim Löw, den Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, scheint das Weltmeisterjahr 2014 immer weiter zu gehen und weiter und weiter und weiter …

Löw hat am Freitag sein Aufgebot für die beiden Länderspiele gegen Australien (kommenden Mittwoch) und in Georgien (am Sonntag darauf) benannt. Ihm sind dabei einige echte Überraschungen gelungen. Weltmeister André Schürrle zum Beispiel hat es in den Kader geschafft, obwohl er beim VfL Wolfsburg wegen anhaltender Müdigkeit zuletzt zweimal hintereinander auf der Bank Platz nehmen musste. Auch Weltmeister Roman Weidenfeller, der am Mittwoch beim ersten Tor von Juventus Turin ernste Zweifel an seiner Reaktionsfähigkeit hat aufkommen lassen, ist wieder dabei. Und natürlich Weltmeister Lukas Podolski, der jetzt schon Videos von Toren aus dem Training postet, weil sich an Tore in Pflichtspielen niemand mehr erinnern kann.

Als Joachim Löw vor einer Woche seinen Vertrag als Bundestrainer verlängert hat, hat er das auch mit der glänzenden Perspektive begründet, mit den vielen jungen Spielern, die nachkommen. In seinem Länderspielaufgebot ist davon nichts zu sehen. Selbst die Neulinge sind eigentlich Altbekannte: Holger Badstuber und Ilkay Gündogan sollen früher schon mal für die Nationalmannschaft gespielt haben – so wie Lukas Podolski früher ja auch schon mal Tore erzielt haben soll. Die Deutsche Presse-Agentur hat Gündogan und Badstuber als „die verhinderten Weltmeister“ bezeichnet. Weltmeister ist Weltmeister. Das könnte zumindest erklären, warum Löw beide schon jetzt wieder berufen hat. Ihre aktuellen Leistungen können jedenfalls noch kein Grund gewesen sein.

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