Kaiserslautern - Aue 4:1 : Kaiserslautern schlägt Aue - und überholt Hertha

Der Absteiger steht erstmals wieder auf einem Aufstiegsrang: Mit einem 4:1-Sieg ist Kaiserslautern auf den zweiten Platz geklettert - und damit an Hertha und Cottbus vorbeigezogen.

Nach dem Sieg: Kaiserslautern lässt sich feiern.
Nach dem Sieg: Kaiserslautern lässt sich feiern.Foto: dapd

Der 1. FC Kaiserslautern hat zum ersten Mal in dieser Zweitliga-Saison den Sprung auf einen Aufstiegsplatz geschafft. Der Absteiger aus der Fußball-Bundesliga gewann am Montagabend sein Heimspiel gegen Erzgebirge Aue mit 4:1 (2:1) und zog dadurch in der Tabelle an Energie Cottbus und Hertha BSC vorbei auf Rang zwei. Vor 23 372 Zuschauern trafen Hendrick Zuck (7.), zweimal Alexander Baumjohann (36./79.) und Mohamadou Idrissou (81.) für den weiter ungeschlagenen Aufstiegsfavoriten. Jan Hochscheidt (23.) köpfte das 1:1 für den deutlich unter Wert geschlagenen Außenseiter, der auch noch Jakub Sylvestr mit einer Roten Karte verlor (80.).

„Das waren wichtige drei Punkte für uns“, betonte Lauterns Trainer Franco Foda, „wir waren von Anfang im Spiel und haben vor allem in der ersten Halbzeit tollen Fußball gespielt. Aber es gab einige knifflige Situationen.“ Sein Gegenüber Karsten Baumann hatte einen Schuldigen für die Pleite in Referee Robert Hartmann ausgemacht. „Der Schiedsrichter hat heute das Spiel entschieden“, schimpfte der Coach, der in der zweiten Halbzeit auf die Tribüne verbannt worden war.
Der FCK legte einen Blitzstart hin, hatte dabei aber auch Glück.

Nur wenige Sekunden nachdem die Auer nach einem vermeintlichen Foul an Sylvestr einen Elfmeter gefordert hatten (Baumann: „Das war für mich ein ganz klarer Elfer. Ich weiß nicht, warum der Schiedsrichter nicht den Arsch in der Hose hatte“), schloss Zuck auf der Gegenseite den schnellen Konter zum 1:0 ab. Es war bereits das dritte Saisontor für die 22 Jahre alte Lauterer Entdeckung.

Aue spielte aber auch nach diesem Rückschlag mutig nach vorn. Das Tor von Hochscheidt nach einer Flanke des früheren Lauterers Fabian Müller war der verdiente Lohn für diesen couragierten Auftritt.

Der große Favorit war zeitweise im eigenen Stadion zum Kontern gezwungen, hatte damit aber noch ein zweites Mal Erfolg: Nach einem schönen Pass von Zuck blieb Baumjohann zunächst an der Auer Abwehr hängen, traf dann aber im Nachsetzen per Fallrückzieher. „Alexander ist ein ganz wichtiger Spieler für uns“, lobte Foda, „er kann den Unterschied ausmachen. Aber ich glaube, da ist noch Luft nach oben.“ Den Pfälzern fehlten insgesamt acht verletzte Spieler, darunter wichtige Leistungsträger wie Albert Bunjaku oder Ariel Borysiuk. So stellten die forschen Auer die Gastgeber auch in der zweiten Hälfte lange Zeit vor Probleme. In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse: Baumjohann schoss nach einem schnell ausgeführten Freistoß das 3:1, Sylvestr flog wegen allzu heftigen Protestierens vom Platz. Nur eine Minute später traf auch noch Idrissou. (dpa)

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