Sport : Kaiserslautern erwischt den dicksten Brocken

Werder Bremen und der 1. FC Kaiserslautern müssen ihre Reiseroute in der zweiten Runde des Uefa-Pokals nur geringfügig ändern. Der deutsche Pokalsieger erhielt gestern mit Viking Stavanger nach Bodö Glimt erneut einen norwegischen Vertreter zugelost, die "Roten Teufel" aus der Pfalz reisen zu Tottenham Hotspur und damit wie schon in der Auftaktrunde auf die britische Insel. Der VfL Wolfsburg trifft zuerst auswärts auf den niederländischen Klub Roda Kerkrade. "Die Engländer sind das schwerste Los, das man erwischen konnte", reagierte Lauterns Aufsichtsratschef Robert Wieschemann bestürzt auf den Gegner Tottenham mit dem Ex-Dortmunder Steffen Freund, "die Hütte auf dem Betzenberg wird zwar voll, aber wir können aus dem Pokal rausfliegen." Optimistischer äußerte sich Martin Wagner: "Ich bin etwas geschockt, aber im Grunde ist das doch ein schönes Los."

Auch Werder Bremen erwartet eine schwere Aufgabe. "Norwegen ist unser Schicksal. Das Heimrecht im ersten Spiel muss nicht unbedingt ein Vorteil sein. Wir werden von diesem Gegner mehr geprüft werden als von Bodö Glimt", kommentierte Werder-Trainer Thomas Schaaf das Los Viking Stavanger. Nachdem sich der Pokalsieger am Donnerstag beim peinlichen 1:1 gegen die Feierabendfußballer aus dem hohen Norden blamiert hatte, wird der kommende Gegner nicht unterschätzt. "Das ist sicherlich ein schwieriges Los", erklärte Vorstandsmitglied Klaus-Dieter Fischer, und Sportdirektor Klaus Allofs warnte: "Stavanger ist natürlich eine andere Kategorie." Dennoch zweifelt bei den Bremern niemand am Weiterkommen. "Ich schätze unsere Mannschaft stark genug ein, um in die nächste Runde einzuziehen", meint Fischer.

Zufriedenheit herrschte beim VfL Wolfsburg. "Wir haben einen Gegner bekommen, gegen den wir weiterkommen können. Das ist eine lösbare Aufgabe, ohne dass wir überheblich sind", erklärte Manager Peter Pander. Mit Kerkrade hatte der VfL bereits in der Saisonvorbereitung die Kräfte gemessen und dabei mit 2:0 die Oberhand behalten. "Vom Vorbereitungsspiel lassen wir uns nicht blenden. Das ist Makulatur", warnte Trainer Wolfgang Wolf, "deutsch-niederländische Duelle haben immer eine Brisanz."

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