Kaiserslautern - Frankfurt : Die Eintracht gewinnt in der Fremde

Eintracht Frankfurt gewinnt mit dem 3:0 in Kaiserslautern zum dritten Mal in dieser Saison auswärts. Ex-Herthaner Theofanis Gekas avanciert zum Matchwinner.

Der Konterveredler. Theofanis Gekas traf zweimal gegen den FCK. Foto: dpa
Der Konterveredler. Theofanis Gekas traf zweimal gegen den FCK. Foto: dpaFoto: dpa

Kaiserslautern - Theofanis Gekas schaute sich im Fernsehen noch einmal genüsslich seine beiden Tore an, Oka Nikolov genoss derweil die Ovationen der Fans: Nach dem verdienten 3:0 (1:0) beim 1. FC Kaiserslautern waren der Torjäger und der Torhüter von Eintracht Frankfurt die gefeierten Helden beim Sieger. Vor 49 780 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion ebnete der Grieche Gekas den Hessen am Sonntag mit seinen Saisontoren sechs und sieben den Weg zum dritten Sieg nacheinander, den Alexander Meier endgültig besiegelte.

Zuvor hatte Nikolov die Gäste mit einem gehaltenen Foulelfmeter von Srdjan Lakic vor einem Rückstand bewahrt und dem zunächst stürmisch auftrumpfenden Aufsteiger gezähmt. „Neben Gekas war Nikolov der Matchwinner“, sagte der Frankfurter Trainer Michael Skibbe. Mit ihrem dritten Auswärtserfolg verlängerten die Gäste zugleich die Negativserie der Pfälzer, die seit sechs Spielen sieglos sind. „Das ist eine schwierige Situation. Wir müssen uns da rausrobben“, erklärte FCK-Trainer Marco Kurz.

Nach der Krawall-Androhung von Frankfurter Ultras im Internet („Pfalz-Überfall 2010 - Schlachtfest in Kaiserslautern“) sollte ein Großaufgebot von 1000 Sicherheitsbeamten Szenen wie beim abgebrochenen EM-Qualifikationsspiel Italien gegen Serbien verhindern. Und zumindest im Stadion blieb es bei diesem intensiv geführten Risikospiel ruhig.

Für die Pfälzer war dies jedoch die einzige positive Nachricht des Tages, denn mit sieben Punkten steckt der FCK im Tabellenkeller fest. Die Eintracht kann sich nach dem verpatzten Saisonstart mit mittlerweile zwölf Zählern dagegen langsam nach oben orientieren. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und dass wir hier so bestanden haben“, lobte Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen.

Knackpunkte der Partie waren der von Lakic vergebene Elfmeter und der Konter der Gäste kurz vor der Pause. „Psychologisch war das Gegentor ein Wahnsinn. Davon haben wir uns nicht mehr erholt“, analysierte Kurz. Sein Frankfurter Kollege Skibbe würdigte vor allem Gekas: „Er ist ein unglaubliches Schlitzohr vor dem Tor.“ Der Grieche gab das Lob an die Mannschaft weiter: „Dass ich treffe hängt auch davon ab, dass wir ordentlich spielen und ich oft gesucht werde.“

In der 45. Minute hatte er einen Konter veredelt.  Das 1:0 gab dem Spiel den entscheidenden  Dreh. Mental sichtlich angeschlagen kam der FCK aus der Kabine. Ganz anders die Eintracht. Ähnlich wie beim 2:1 in Stuttgart ergaben sich durch die Führung die gewünschten Räume, und die Frankfurter spielten ihre Kontertaktik eiskalt aus. dpa

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