Kaiserslautern - Mainz : Kaiserslautern gewinnt Derby gegen Mainz

Der 1.FC Kaiserslautern hat in dem Derby gegen den FSV Mainz 05 den ersten Saisonsieg eingefahren.

Richard Sukuta-Pasu (v.) traf gegen den FSV Mainz 05 zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich und bereitete zudem die 2:1-Führung beim 3:1-Heimsieg der Pfälzer vor. Christian Tiffert (h.) erzielte das Tor zum Endstand.
Richard Sukuta-Pasu (v.) traf gegen den FSV Mainz 05 zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich und bereitete zudem die 2:1-Führung beim...Foto: dpa

Ausgerechnet im prestigeträchtigen Rheinland-Pfalz-Derby hat der 1. FC Kaiserslautern den ersten Saisonsieg gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Marco Kurz gewann auf dem Betzenberg das von viel kämpferischem Einsatz geprägte Duell gegen Mainz 05 verdient mit 3:1 (1:1). Eric Maxim Choupo-Moting
hatte die Gäste in der 15. Minute in Führung gebracht, doch dann drehten die Lauterer durch die Treffer des enorm agilen Richard Sukuta-Pasu (24.), Itay Shechter (54.) und Kapitän Christian Tiffert in dessen 200. Bundesligaspiel (72.) die Partie.

Während FCK-Trainer Marco Kurz in der Startformation im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Mönchengladbach nur Fortounis durch Walch ersetzte, nahm sein Kollege Thomas Tuchel zwei Änderungen gegenüber der Elf vor, die 0:4 gegen Hoffenheim verlor: Stieber durfte sich im offensiven Mittelfeld anstelle von Ivanschitz versuchen, Svensson verteidigte für Caligiuri.

Die Mainzer Maßnahme, den Schweden in die Innenverteidigung zu beordern, war nicht der Weisheit letzter Schluss. Svensson erwies sich nicht als die große Verstärkung für die zuletzt unsichere Abwehr der Mainzer. Richtig schlecht sah der Schwede in der 13. Minute aus, als er dem Lauterer Stürmer Richard Sukuta-Pasu nach einem langen Ball in dessen Lauf nur hinterhersehen konnte. Den Rückpass von Sukuta-Pasu konnte Sturmpartner Shechter aber nicht verwerten.

Doch es sollte für Svensson noch schlimmer kommen. Erneut war es der eminent gefährliche Sukuta-Pasu, den der Routinier nicht rechtzeitig in den Griff bekam. Nach einer langen Flanke fast von der Mittellinie in den Strafraum von Außenverteidiger Dick kam Sukuta-Pasu mit dem Kopf vor dem Routinier an den Ball. Svensson bekam den Ball dann unglücklich an den Kopf, von wo aus er sich im hohen Bogen über den Mainzer Schlussmann Heinz Müller hinweg ins Tor senkte. Es war der verdiente Ausgleich zum 1:1 in der 24. Minute.

Die Lauterer gingen von Beginn an aggressiv und sehr engagiert zu Werke, setzten sich in der gegnerischen Hälfte fest, konnten aber zunächst nicht für größere Gefahr sorgen. Auch die Gäste versteckten sich nicht in der munteren Anfangsphase, dennoch fiel die Führung für die Mainzer in der 15. Minute etwas überraschend. Nachdem Lauterns Verteidiger Rodnei ausgerutscht war, zog der quirlige Allagui an der rechten Seite auf und davon, seine weite Flanke in den Strafraum nutzte Risse zu einer perfekten Kopfballvorlage auf Choupo-Moting, der den Ball mit der Stirn ins Netz der Pfälzer bugsierte.

Die Gäste gestalteten danach das Geschehen offener, richtig gefährliche Aktionen aber brachten auch sie nicht zustande. Nach dem Ausgleich verflachte die vergleichsweise fair geführte Begegnung bis zur Pause.

Es ging aber nach Wiederbeginn munter weiter. Beide Teams wollten den Sieg in diesem Prestigeduell. In der 54. Minute waren es dann die Lauterer, die jubeln konnten. Nach einem großen Gewühl im Mainzer Strafraum in Folge einer Ecke klärte zunächst Torwart Müller mit einem Reflex noch großartig den Schuss von Sukuta-Pasu, doch der Ball fiel Shechter vor die Füße. Der israelische Neuzugang schoss den Ball dann zum 2:1 volley und mit Hilfe des Innenpfostens ins Netz. Es war der zweite Saisontreffer von Shechter.

Tiffert sorgte in seinem 200. Bundesligaspiel letztlich für das beruhigenden 3:1 (72.). Der Kaptitän war mit dem Kopf zur Stelle, als ein abgefälschter Flankenschuss von Leon Jessen in den Strafraum segelte. Novoski kam zu spät. Danach versagte Schiedsrichter Stark den Lauterern noch einen Strafstoß, als Svensson Shechter elfmeterreif foulte. Vielleicht aber wäre das auch für den armen Svensson etwas zu viel des Schlechten gewesen. (dapd)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben