Sport : Kalter Schwede

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Von Claus Vetter

Göteborg. Es kam so, wie es viele prognostiziert hatten, erst recht im eishockeybegeisterten Schweden, wo dieser Tage die Weltmeisterschaft stattfindet. Die deutsche Nationalmannschaft schied am Dienstag im WM-Viertelfinale aus. Gegen Schweden gab es für die Deutschen im Scandinavium zu Göteborg eine 2:6 (2:1, 0:2, 0:3)-Niederlage. Allerdings verkaufte sich die deutsche Mannschaft lange Zeit sehr gut, so dass der positive Eindruck, den das Team von Bundestrainer Hans Zach im Turnier von Schweden hinterlassen hatte, auch im letzten Spiel nicht getrübt wurde.

Im Vorfeld war Zach für seine Verhältnisse fast kühn bei der Einschätzung der Chancen gegen die favorisierten Schweden. „Zwei oder drei Konter ergeben sich immer“, sagte Zach. „Meine Spieler wollen sich mit den Großen des Welteishockeys messen, heute haben sie so eine Chance.“ Und die nutzten die Deutschen bis Mitte der Partie sehr gut. Nach dem frühen Rückstand durch Axelsson dominierten die Deutschen, und sie wurden dafür belohnt. Zunächst im Powerplay: Eine schöne Einzelleistung von Christian Ehrhoff brachte den Ausgleich. Der junge Krefelder Verteidiger sorgte dann sogar noch für den Führungstreffer der Deutschen. Eine Sekunde vor der Sirene des ersten Drittels setzte sich Ehrhoff am Bullykreis durch und überwand Schwedens Torhüter Tommy Salo zum zweiten Mal.

Die Führung der deutschen Mannschaft hielt bis zur 30. Minute. Da nämlich war Ronnie Sundin für die Schweden in Überzahl erfolgreich. Der Ausgleich brachte die Deutschen aus dem Konzept, auf der Auswechselbank war nun ein dauerschimpfender Bundestrainer zu beobachten. Zachs Ärger sollte noch größer werden, denn kurz vor Ende des zweiten Drittels gingen die stärker werdenden Schweden durch Hedin in Führung. Im Schlussdrittel dreht der WM-Gastgeber dann noch einmal auf. Huselius, Sundin und Näslund schossen die Tore zum 6:2 für Schweden. Ein Ergebnis, das der guten Leistung der Deutschen nicht gerecht wurde.

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