Sport : Kampf dem Chaos

In Kaiserslautern wird Kuntz Vorstandschef

Kaiserslautern - Neuer Hoffnungsschimmer für den vom Abstieg bedrohten 1. FC Kaiserslautern: Nach wochenlangen Spekulationen kehrt Stefan Kuntz an den Betzenberg zurück und soll als Vorstandschef den Fußball-Zweitligisten vor dem Absturz in die Drittklassigkeit bewahren. „Ich weiß, dass die Aufgabe schwer wird. Doch in der jetzigen Situation muss jemand Verantwortung übernehmen, und ich marschiere vorneweg“, sagte der Europameister von 1996. Kuntz wird heute im Fritz-Walter-Stadion vorgestellt. „Dann erzählen wir auch einiges zu unserem neuen Konzept“, sagte der einstige Torjäger der Lauterer.

Kuntz hat gerade erst seinen Vertrag als Sportdirektor beim Bundesligisten VfL Bochum nach Differenzen mit Klubboss Werner Altegoer aufgelöst. Dass ihm auch in Kaiserslautern keine einfache Zeit bevorsteht, ist Kuntz klar. „Die realistische Betrachtung der Situation zeigt zwar, dass noch eine Chance auf den Klassenerhalt besteht. Doch die Planungen laufen natürlich zweigleisig“, sagte er. Die chaotischen Verhältnisse bei den Lauterern, die in dieser Saison in Michael Schjönberg, Klaus Toppmöller und Fritz Fuchs schon drei Sportdirektoren verschlissen haben, waren für Kuntz nicht der Grund dafür, warum er mit seiner Zusage zögerte. „Ich musste erst einmal meine Dinge in Bochum regeln“, sagte er.

In vielen Gesprächen habe er sich ein Bild von der Situation des FCK gemacht. „Ich habe eine große Unruhe und Verunsicherung gespürt“, sagt Kuntz, der einen Vertrag bis 31. Dezember 2012 unterschreiben wird. Angst, seinen guten Ruf aufs Spiel zu setzen, hat Kuntz nicht: „Nichts im Leben ist ohne Risiko“, sagt er. Mit Trainer Milan Sasic arbeitete Kuntz bereits beim Regionalligisten TuS Koblenz erfolgreich zusammen. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar