Sport : Kampf den Pfunden

Vor dem WM-Fight gegen den US-Amerikaner Simon musste IBF-Champion Abraham fünf Kilo abnehmen

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Faust auf Faust. Stolz präsentiert IBF-Mittelgewichts-Champion Arthur Abraham seinen WM-Gürtel, dazu demonstriert er mit Trainer...

Hamburg - Den härtesten Kampf muss Profiboxer Arthur Abraham in den Tagen vor einem WM-Duell bestehen. Jedes Mal ist es für den Berliner eine Tortur, sich auf die geforderten 72,574 Kilogramm im Mittelgewicht zu trimmen. Am heutigen Samstag (22.40 Uhr/ARD) steigt der IBF-Weltmeister in Kiel gegen den Amerikaner Lajuan Simon in den Ring. Eine Woche vor dem Kampf hatte der gebürtige Armenier fünf Kilo, zwei Tage vor dem Wiegen noch knapp drei Kilo zu viel auf den Rippen. Trainieren, saunieren, darben - Abraham quält sich wie immer für das geforderte Limit. „Das ist schon professionell, wie er durstet und so jeden Tag ein Kilo verliert“, sagt Trainer Ulli Wegner anerkennend.

Lange wird Abraham nicht mehr im Mittelgewicht bleiben. Doch ein großes Ziel lockt den 29-Jährigen: Er möchte sogenannter Superchampion in dieser Gewichtsklasse werden. Soll heißen: Zum IBF-Gürtel sollen weitere hinzukommen. Am liebsten wäre Abraham deshalb ein Kampf gegen Kelly Pavlik (USA), den Weltmeister von WBC und WBO. „Die Verhandlungen mit Pavlik laufen. Alles ist eine Geldfrage“, sagt Abraham. Auf allzu große Gegenliebe in den USA stößt der Sauerland-Stall mit seinem Wunsch aber nicht. Abraham gilt weltweit als der härteste Schläger im Mittelgewicht. Experten sehen ihn in einem Duell mit Pavlik im Vorteil. „Wir haben lange nichts von den Pavlik-Leuten gehört. Wir wollen den Kampf, egal wann und wo“, versichert Promoter Wilfried Sauerland.

Bevor Abraham vom Ruhm als Superchampion träumen kann, muss er jedoch seinen 29. Sieg in Serie und seine neunte erfolgreiche Titelverteidigung besiegeln. Gegen den 30-jährigen Simon, der in 24 Profikämpfen ungeschlagen ist, steigt er als klarer Favorit in den Ring. „Es war nicht leicht, für Arthur überhaupt einen Gegner zu finden, denn kaum jemand traut sich noch, gegen ihn anzutreten“, seufzt Sauerland.

„Am Ende blieben nur vier Kandidaten übrig, und davon haben wir den schwersten ausgesucht.“ Trainer Wegner hat dennoch gefährliche Seiten an Simon ausgemacht. „Der ist nicht umsonst ungeschlagen. Auf seine Rechte muss Arthur achten, die ist gefährlich.“ dpa

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